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Im Rahmen einer von der Initiative Wahlstedt organisierten Veranstaltungsreihe hat der Dipl.-Ökologe Klaus Koch vom Umweltnetzwerk Hamburg am 11.07.2019 über die Umweltbelastungen durch Asphaltmischanlagen referiert und Schwachpunkte am Wahlstedter Asphaltwerk aufgezeigt. Die Präsentation inklusive Vorschlage eines Maßnahmenpaketes zur Minderung der Umweltauswirkungen durch die Asphaltmischanlage steht nun bei uns zur Verfügung.

Im Rahmen einer von der Initiative Wahlstedt organisierten Veranstaltungsreihe hat der Dipl.-Ökologe Klaus Koch vom Umweltnetzwerk Hamburg am 11.07.2019 über die Umweltbelastungen durch Asphaltmischanlagen referiert und Schwachpunkte am Wahlstedter Asphaltwerk aufgezeigt. Die Präsentation inklusive Vorschlage eines Maßnahmenpaketes zur Minderung der Umweltauswirkungen durch die Asphaltmischanlage steht nun bei uns zur Verfügung.

Vortrag: Umweltbelastungen duch Asphaltmischanlagen

Maßlose Gier lässt bei Betreibern von Gaserzeugungsanlagen (sog. „Biogas“-Anlagen) alle Hemmungen fallen: der Maisanbau in Schleswig-Holstein, und insbesondere um Wahlstedt, hat skandalöse Ausmaße erreicht.

Biogasanlage

Im Osten und Norden Wahlstedts steht auf ca. 80 bis 90 % der landwirtschaftlichen Fläche nur noch Mais, zum Teil im zweiten und sogar dritten Jahr in Folge auf demselben Acker (Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein wird auf ca. 27% der Ackerflächen Mais angebaut).

Maisfeld

Dabei bilden die „standortangepassten Fruchtfolgen ein Kernelement der guten fachlichen Praxis“ in der Landwirtschaft (Quelle: Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein).

Bereits ab einem Flächenanteil von 40% Maisanbau ist mit negativen Effekten auf die Artenvielfalt zu rechnen

Bauernverband Schleswig-Holstein

Maisanbau wird in Verbindung gebracht mit Verarmung der Biozönose, Grundwassereinträgen mit Nitraten und Pestiziden (vgl. Landschaftsrahmenplan LRP Bd. 2, Kap. 5), Rückgang von Insekten- und Vogelbeständen sowie einem extremen Landschaftswandel (Quelle: Prof. emeritus Dr. Wolfgang Riedel, Flensburg, https://www.nul-online/Magazin/Extremer-Landschaftswandel-durch-agrarische-Fehlentwicklungen).

40 bis 50% aller oberflächennahen Grundwasserbrunnen sind bereits mit Nitraten belastet. Die gegenwärtige Entwicklung, d.h. das Negieren jeglicher Verantwortung für die Umwelt, den Boden und den Gewässerschutz durch die Gasanlagenbetreiber in und um Wahlstedt wird die Situation noch verschärfen.

Maisfeld

Das Naturschutzgesetz Schleswig-Holstein schreibt vor, dass unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu bewahren sind.

Wir fragen uns:

  • Gilt das nicht für die Wahlstedter Gasanlagen-Betreiber?
  • Warum gibt es keine verbindlichen Vorgaben zur Fruchtfolge?
  • Warum gibt es keine Kontrollen und Konsequenzen, wenn gegen die Empfehlungen von Fachleuten verstoßen wird?

UNSER KOMMENTAR:

Die Segeberger Zeitung berichtete am 08.07.2019  anlässlich einer Sitzung des Kreisbauerntags in einem ausführlichen Bericht über den Problemkreis des landwirtschaftlich verursachten Klimawandels („Landwirtschaft trägt zum Klimawandel bei“, SZ, 08.07.2019 Seite 15).

Wir sind ein Teil des Problems, können aber auch ein Teil der Lösung sein!

Resümee von Werner Schwarz, Präsident des Landesbauernverbandes
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein | https://www.statistik-nord.de/fileadmin/Dokumente/Statistische_Berichte/landwirtschaft/C_I_1_j_S%2BC_IV_Teil1/C_I_1_j_18_SH.pdf

Wir meinen:
Hier sind Entschlossenheit, Tatkraft und Schnelligkeit geboten!

Herr Klaus Koch (Dipl.-Ökologe) referiert zum Thema "Asphaltwerk - Umweltbelastungen für Anwohner" und beantwortet im Anschluss daran Fragen.

Herr Klaus Koch (Dipl.-Ökologe) referiert zum Thema "Asphaltwerk - Umweltbelastungen für Anwohner" und beantwortet im Anschluss daran Fragen.

Wann: Donnerstag, 11.07.2019, 19:00 Uhr bis ca. 20 Uhr
Wo: Begegnungsstätte Wahlstedt

Hallo Albert Holm,

herzlichen Dank, dass Sie sich mit uns und vielen anderen für das Überleben unserer Insekten einsetzen! Gemeinsam erhöhen wir den Druck auf die Bundesregierung. Nachdem die zuständigen Ministerien sich im geplanten Zeitraum nicht auf einen Insektenschutzplan einigen konnten, muss die Bundeskanzlerin eingreifen und diese Aufgabe zum Erhalt des Lebens angehen.

Wir haben jetzt die Chance, den Schutz der Insekten entscheidend voranzutreiben. Deshalb ist es unheimlich wichtig, dass so viele Menschen wie möglich eine Nachricht an die Kanzlerin schicken.

Machen Sie unseren "Eilappell an die Kanzlerin: Insektensterben stoppen!" noch bekannter. Teilen Sie unsere Aktion auf Facebook oder Twitter und erzählen Sie Ihrer Familie, Freund*innen und Kolleg*innen davon.

Mit freundlichen Grüßen
Jasmina Matera
für den BUND

Welchen Stellenwert hat die Natur in Schleswig-Holstein? Wer sich die Mühe macht, den Entwurf des neuen Landesentwicklungsplans (LEP) zu lesen, stellt sehr schnell fest, dass unter den „Megatrends“, auf denen der Entwicklungsplan basiert, ein entscheidender Aspekt fehlt.

Die Analyse im Landschaftsrahmenplan Schleswig-Holsteins hatte den katastrophalen Zustand unserer Natur bereits eindringlich dokumentiert (Verseuchung des Grundwassers, Artenschwund und Artensterben, mangelhafte Zustände von Gewässern und Biotopen, rasante Zunahme des Flächenverbrauchs).

Künftig darf es in Schleswig-Holstein nicht nur um die „nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ gehen, sondern unsere natürlichen Lebensgrundlagen müssen endlich nachhaltig geschützt, gesichert und wieder hergestellt werden.

Wir fordern von der Landesregierung, die „Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen“ allen anderen Aspekten voranzustellen.

Dies entspricht den Bedürfnissen von weiten Teilen der Bevölkerung, insbesondere der Jugend.

Helfen Sie mit, diese Forderung im LEP durchzusetzen. Nehmen Sie hierzu noch Stellung bis zum 31.05.2019 (Ende der Eingabefrist unter bolapla.sh).

LIEBE MITSTREITER, LIEBE MITBÜRGER. HEUTE ERHIELTEN WIR DIE FOLGENDE MAIL:

"Liebe Mitglieder!

#natürlichEuropa ist eine gemeinsame Kampagne von Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen zur Europawahl 2019. Wir setzen uns ein für ein solidarisches Miteinander, für die Rechte von Menschen und Tieren, den Schutz der Umwelt und die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Dafür muss die EU sozial, ökologisch und politisch umgebaut werden. Deshalb verlangen wir ein entschlossenes Vorgehen für die Umsetzung dieser Forderungen!

Auch wir, der Naturgarten e.V., sind als Mitgliedsorganisation im Deutschen Naturschutzring Teil dieser Kampagne #natürlichEuropa.

Unter diesen Links findet ihr viele Informationen rund um die Forderungen der Verbände zur Europawahl:

https://www.dnr.de/eu-koordination/europawahl-2019/
https://www.natürlicheuropa.de/
https://www.dnr.de/fileadmin/Positionen/2018-07-DNR-Europawahl-2019-Forderungen-DE.pdf

Hinter dem letzten Link verbirgt sich die Broschüre "Meine Stimme für Europas Zukunft - Umweltpolitische Forderungen für die Europawahl 2019".
Wir bitten euch, diese Forderungen zu verbreiten und zu unterstützen. Sprecht mit euren Bekannten und Nachbarn darüber, schickt die Broschüre in eurem Freundeskreis herum. Jeder Kontakt ist wichtig.

Der Bericht der Weltbiodiversitätsrates (Ipbes) der Vereinten Nationen zum Zustand der Biodiversität auf unserer Erde, der gerade in Paris vorgestellt wurde, hatte keine guten Neuigkeiten für uns. Was wir schon lange ahnen, hat sich bestätigt. Die Erde ist ein sterbender Planet. Und gerade deshalb ist diese Europawahl so wichtig, weil hier viele Weichen gestellt werden!

Geht am 26. Mai wählen! Für ein lebenswertes Europa!
Das wünschen wir uns.

Euer Vorstand

Naturgarten e.V.

Bundesgeschäftsstelle

Kernerstraße 64

74076 Heilbronn"

07131 – 64 9999 6

Ein Großteil der verbliebenen Grünflächen in Wahlstedt soll bebaut werden, weil wir „wachsen müssen“.  Flächen mit hohen Bäumen sind kein Hindernis. Sie werden entfernt, als wären sie binnen eines Jahres zu ihrer heutigen Größe herangewachsen.

Der Klimawandel, so wurde gedacht, komme wohl erst in 50 oder 100 Jahren. Aber „schleichend“ ist er plötzlich doch schon da. Viele wurden überrascht.

Das Bauvorhaben am Bahnhof Wahlstedt wurde langfristig geplant und soll jetzt – Klimawandel hin oder her – endlich in Angriff genommen werden. Koste es, was es wolle.

Die weitere Bodenversiegelung und das Abholzen ökologisch wertvoller Bäume befördern den voranschreitenden Klimawandel.

So wird - Schritt für Schritt - auch die übriggebliebene bedrohte Tier- und Pflanzenwelt vernichtet.

In naher Zukunft werden unsere Kinder mit riesigem finanziellen Aufwand Industrieflächen und Agrarsteppen renaturieren müssen, um das Fortschreiten von Dürre- und Kälteperioden, Überschwemmungen und Stürmen zu stoppen.

Um solche Katastrophen zu verhindern, hätten Politiker in aller Welt, aber auch unsere Politiker, schon längst entschlossen handeln sollen.

Wir müssen uns von künftigen Generationen vorwerfen lassen und schämen, dass wir nicht genug getan haben, diese Entwicklung aufzuhalten.

Die geplante Industrieansiedlung in Wahlstedt wird die Einwohner mit noch mehr Lärm und Staub, Abgasen und Gestank belasten.

Pestizide, Antibiotika in der Tiernahrung, mit Mikroplastik und Nitrat verseuchtes Wasser sowie Feinstaub in der Atemluft sorgen für steigende Gesundheitsrisiken. Asthma, Allergien, Krebs und andere Erkrankungen werden zunehmen.

Alles, damit wir weiter wachsen können!

Alles zum Wohl der Stadt und ihrer Bevölkerung?

Marianne Schulz,  Wahlstedt  (März 2019)

Neue Ideen gegen den Landarztmangel.

Seit Jahren bemühen sich Ärzte und Politik, junge Mediziner aufs Land zu bringen. Verschiedene Maßnahmen werden ausprobiert. Doch welche Ideen sind davon vielversprechend?

[...] "Eine Einzelpraxis im ländlichen Raum ist aus unserer Sicht ein Auslaufmodell" , sagt Harald Stender, der das Modell in Büsum mit initiiert hat. […] Die Investition in Höhe von 1,6 Millionen Euro waren im Gemeinderat nicht unumstritten. Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje (parteilos) verteidigt sie: "Das gehört für mich zur Daseinsfürsorge. Das ist genauso wichtig wie eine gute Schule, wie ein guter Kindergarten."

Das Modell gilt als Erfolg.

ndr.de

Link zum Weiterlesen und zu den Videos:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Neue-Ideen-gegen-den-Landarztmangel,landarztmangel104.html


KOMMENTAR DER INITIATIVE WAHLSTEDT

Diese drei NDR-Beiträge zeigen Alternativen zur ärztlichen Versorgung auf dem Lande.
Die Wahlstedter fragen sich besorgt, wer in Zukunft ihr Hausarzt sein wird, weil auch hier in absehbarer Zeit Praxisschließungen drohen und vielerorts keine neuen Patienten mehr angenommen werden.

Zwar hat die Wahlstedter Politik das Problem erkannt und bereits erste Schritte eingeleitet. Doch Büsum ist vermutlich als drittgrößter Fremdenverkehrsort an Schleswig-Holsteins Nordseeküste finanziell besser aufgestellt.

Dabei hat Wahlstedt genug Fläche zur Verfügung: Nördlich der Bahnlinie könnte ein regionales Ärztezentrum entstehen. Daneben wäre Platz für das geplante Hotel, für das Wahlstedt zur Zeit einen Investor sucht.

Im geplanten Gebiet wäre auch genug Raum für die von Lokalpolitikern angedachte ökologisch wertvolle Streuobstwiese, für die anscheinend immer noch ein Standort gesucht wird.

An dieser Stelle könnte auch der Grüngürtel nördlich der Bahnlinie gepflanzt werden, der schon 1997 im Landschaftsplan der Stadt Wahlstedt vorgesehen war:

"Zur optischen Einbindung des Geländes ist entlang der Bahntrasse ein mindestens 30 bis 40 Meter breiter Gehölzstreifen mit einheimischen Gehölzarten anzupflanzen. Die Fläche kann als Ausgleichs-/Ersatzfläche im Sinne des § 8a NatSchG angerechnet werden. Die vorhandenen Großbäume und Knicks sollten erhalten und konzeptionell berücksichtigt werden."
(Gültiger Landschaftsplan der Stadt Wahlstedt, Dezember 1997, Seite 90)

Hätte man das damals umgesetzt, stünde dort heute ein stolzes Wäldchen zum Klima- und Immissionsschutz.

Die Erschließungskosten für dieses Gebiet werden bei über drei Millionen Euro liegen.

Würde dieses Geld stattdessen in die Daseinsvorsorge der Wahlstedter Bürger investiert, ergäbe die weitere Verschuldung einen Sinn.