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Welchen Stellenwert hat die Natur in Schleswig-Holstein? Wer sich die Mühe macht, den Entwurf des neuen Landesentwicklungsplans (LEP) zu lesen, stellt sehr schnell fest, dass unter den „Megatrends“, auf denen der Entwicklungsplan basiert, ein entscheidender Aspekt fehlt.

Die Analyse im Landschaftsrahmenplan Schleswig-Holsteins hatte den katastrophalen Zustand unserer Natur bereits eindringlich dokumentiert (Verseuchung des Grundwassers, Artenschwund und Artensterben, mangelhafte Zustände von Gewässern und Biotopen, rasante Zunahme des Flächenverbrauchs).

Künftig darf es in Schleswig-Holstein nicht nur um die „nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ gehen, sondern unsere natürlichen Lebensgrundlagen müssen endlich nachhaltig geschützt, gesichert und wieder hergestellt werden.

Wir fordern von der Landesregierung, die „Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen“ allen anderen Aspekten voranzustellen.

Dies entspricht den Bedürfnissen von weiten Teilen der Bevölkerung, insbesondere der Jugend.

Helfen Sie mit, diese Forderung im LEP durchzusetzen. Nehmen Sie hierzu noch Stellung bis zum 31.05.2019 (Ende der Eingabefrist unter bolapla.sh).

LIEBE MITSTREITER, LIEBE MITBÜRGER. HEUTE ERHIELTEN WIR DIE FOLGENDE MAIL:

"Liebe Mitglieder!

#natürlichEuropa ist eine gemeinsame Kampagne von Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen zur Europawahl 2019. Wir setzen uns ein für ein solidarisches Miteinander, für die Rechte von Menschen und Tieren, den Schutz der Umwelt und die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Dafür muss die EU sozial, ökologisch und politisch umgebaut werden. Deshalb verlangen wir ein entschlossenes Vorgehen für die Umsetzung dieser Forderungen!

Auch wir, der Naturgarten e.V., sind als Mitgliedsorganisation im Deutschen Naturschutzring Teil dieser Kampagne #natürlichEuropa.

Unter diesen Links findet ihr viele Informationen rund um die Forderungen der Verbände zur Europawahl:

https://www.dnr.de/eu-koordination/europawahl-2019/
https://www.natürlicheuropa.de/
https://www.dnr.de/fileadmin/Positionen/2018-07-DNR-Europawahl-2019-Forderungen-DE.pdf

Hinter dem letzten Link verbirgt sich die Broschüre "Meine Stimme für Europas Zukunft - Umweltpolitische Forderungen für die Europawahl 2019".
Wir bitten euch, diese Forderungen zu verbreiten und zu unterstützen. Sprecht mit euren Bekannten und Nachbarn darüber, schickt die Broschüre in eurem Freundeskreis herum. Jeder Kontakt ist wichtig.

Der Bericht der Weltbiodiversitätsrates (Ipbes) der Vereinten Nationen zum Zustand der Biodiversität auf unserer Erde, der gerade in Paris vorgestellt wurde, hatte keine guten Neuigkeiten für uns. Was wir schon lange ahnen, hat sich bestätigt. Die Erde ist ein sterbender Planet. Und gerade deshalb ist diese Europawahl so wichtig, weil hier viele Weichen gestellt werden!

Geht am 26. Mai wählen! Für ein lebenswertes Europa!
Das wünschen wir uns.

Euer Vorstand

Naturgarten e.V.

Bundesgeschäftsstelle

Kernerstraße 64

74076 Heilbronn"

07131 – 64 9999 6

Ein Großteil der verbliebenen Grünflächen in Wahlstedt soll bebaut werden, weil wir „wachsen müssen“.  Flächen mit hohen Bäumen sind kein Hindernis. Sie werden entfernt, als wären sie binnen eines Jahres zu ihrer heutigen Größe herangewachsen.

Der Klimawandel, so wurde gedacht, komme wohl erst in 50 oder 100 Jahren. Aber „schleichend“ ist er plötzlich doch schon da. Viele wurden überrascht.

Das Bauvorhaben am Bahnhof Wahlstedt wurde langfristig geplant und soll jetzt – Klimawandel hin oder her – endlich in Angriff genommen werden. Koste es, was es wolle.

Die weitere Bodenversiegelung und das Abholzen ökologisch wertvoller Bäume befördern den voranschreitenden Klimawandel.

So wird - Schritt für Schritt - auch die übriggebliebene bedrohte Tier- und Pflanzenwelt vernichtet.

In naher Zukunft werden unsere Kinder mit riesigem finanziellen Aufwand Industrieflächen und Agrarsteppen renaturieren müssen, um das Fortschreiten von Dürre- und Kälteperioden, Überschwemmungen und Stürmen zu stoppen.

Um solche Katastrophen zu verhindern, hätten Politiker in aller Welt, aber auch unsere Politiker, schon längst entschlossen handeln sollen.

Wir müssen uns von künftigen Generationen vorwerfen lassen und schämen, dass wir nicht genug getan haben, diese Entwicklung aufzuhalten.

Die geplante Industrieansiedlung in Wahlstedt wird die Einwohner mit noch mehr Lärm und Staub, Abgasen und Gestank belasten.

Pestizide, Antibiotika in der Tiernahrung, mit Mikroplastik und Nitrat verseuchtes Wasser sowie Feinstaub in der Atemluft sorgen für steigende Gesundheitsrisiken. Asthma, Allergien, Krebs und andere Erkrankungen werden zunehmen.

Alles, damit wir weiter wachsen können!

Alles zum Wohl der Stadt und ihrer Bevölkerung?

Marianne Schulz,  Wahlstedt  (März 2019)

Neue Ideen gegen den Landarztmangel.

Seit Jahren bemühen sich Ärzte und Politik, junge Mediziner aufs Land zu bringen. Verschiedene Maßnahmen werden ausprobiert. Doch welche Ideen sind davon vielversprechend?

[...] "Eine Einzelpraxis im ländlichen Raum ist aus unserer Sicht ein Auslaufmodell" , sagt Harald Stender, der das Modell in Büsum mit initiiert hat. […] Die Investition in Höhe von 1,6 Millionen Euro waren im Gemeinderat nicht unumstritten. Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje (parteilos) verteidigt sie: "Das gehört für mich zur Daseinsfürsorge. Das ist genauso wichtig wie eine gute Schule, wie ein guter Kindergarten."

Das Modell gilt als Erfolg.

ndr.de

Link zum Weiterlesen und zu den Videos:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Neue-Ideen-gegen-den-Landarztmangel,landarztmangel104.html


KOMMENTAR DER INITIATIVE WAHLSTEDT

Diese drei NDR-Beiträge zeigen Alternativen zur ärztlichen Versorgung auf dem Lande.
Die Wahlstedter fragen sich besorgt, wer in Zukunft ihr Hausarzt sein wird, weil auch hier in absehbarer Zeit Praxisschließungen drohen und vielerorts keine neuen Patienten mehr angenommen werden.

Zwar hat die Wahlstedter Politik das Problem erkannt und bereits erste Schritte eingeleitet. Doch Büsum ist vermutlich als drittgrößter Fremdenverkehrsort an Schleswig-Holsteins Nordseeküste finanziell besser aufgestellt.

Dabei hat Wahlstedt genug Fläche zur Verfügung: Nördlich der Bahnlinie könnte ein regionales Ärztezentrum entstehen. Daneben wäre Platz für das geplante Hotel, für das Wahlstedt zur Zeit einen Investor sucht.

Im geplanten Gebiet wäre auch genug Raum für die von Lokalpolitikern angedachte ökologisch wertvolle Streuobstwiese, für die anscheinend immer noch ein Standort gesucht wird.

An dieser Stelle könnte auch der Grüngürtel nördlich der Bahnlinie gepflanzt werden, der schon 1997 im Landschaftsplan der Stadt Wahlstedt vorgesehen war:

"Zur optischen Einbindung des Geländes ist entlang der Bahntrasse ein mindestens 30 bis 40 Meter breiter Gehölzstreifen mit einheimischen Gehölzarten anzupflanzen. Die Fläche kann als Ausgleichs-/Ersatzfläche im Sinne des § 8a NatSchG angerechnet werden. Die vorhandenen Großbäume und Knicks sollten erhalten und konzeptionell berücksichtigt werden."
(Gültiger Landschaftsplan der Stadt Wahlstedt, Dezember 1997, Seite 90)

Hätte man das damals umgesetzt, stünde dort heute ein stolzes Wäldchen zum Klima- und Immissionsschutz.

Die Erschließungskosten für dieses Gebiet werden bei über drei Millionen Euro liegen.

Würde dieses Geld stattdessen in die Daseinsvorsorge der Wahlstedter Bürger investiert, ergäbe die weitere Verschuldung einen Sinn.

An die Stadt Wahlstedt

Markt 3

23812 Wahlstedt

Wahlstedt, den 17.10.2018

Betreff:  Sitzung des Umweltausschusses am 25.10.2018 / Fragen und Anregungen der Bürger

Fragen an den Umweltausschuss der Stadt Wahlstedt

  1. Welche konkreten Schritte haben Sie / die Stadt unternommen, um einen Ortsnaturschutzbeauftragten zu finden?
  2. Welche Stellungnahme haben Sie / die Stadt zum neuen Landschaftsrahmenplan abgegeben?
  3. Nach welchen Kriterien werden die Grünanlagen der Stadt Wahlstedt gepflegt?
  4. Welche Umweltschutzmaßnahmen hinsichtlich des Insektensterbens sind von Ihnen / der Stadt in Betracht gezogen worden?
  5. Welche Schritte wollen Sie / die Stadt unternehmen, um Wahlstedts Bürger vor dem zunehmenden Verkehrslärm zu schützen?
  6. Welche Schritte haben Sie unternommen, um die Bürger zu schützen, die entlang der Kieler Straße wohnen und für die nachweislich Ihres Lärmschutzgutachtens Gefahr für ihre Gesundheit besteht?
  7. Wann bekommt die Stadt einen Lärmaktionsplan?

Mit freundlichen Grüßen…


 KOMMENTAR: Leider wurde der Ausschusstermin vom 25.10.18 vertagt; daher sind wir noch gespannt auf die Antworten. (Nächster Termin: 15.11.18)

Ergänzung vom 17.11.18: Am 15.11.18  wurde uns mitgeteilt, unser Schreiben vom 17.10.18 habe den Ausschuss erst gerade erreicht. (Nächster Termin:  Januar 2019?)

Offener Brief an alle, die sich fragen, wie Wahlstedt sich entwickeln soll

Möchten wir reinen Wein über neue Industrieansiedlung eingeschenkt haben, schließen sich im Rathaus die Jalousien. Bei gezielter Nachfrage gibt man höchstens nach der „Salami-Taktik“ scheibchenweise etwas preis. So entstehen Gerüchte. Infolgedessen sorgen wir uns um die Umwelt und die Gesundheit unserer Familien.

...weiterlesen "Ein paar Scheiben Salami mehr, bitte!"

Liebe Mitbürger,

Stimmen aus der Wahlstedter Einwohnerversammlung am 29. August haben – im doppelten Sinne -  die Betroffenheit vieler Bürger gezeigt.

Mancher Politiker scheint inzwischen unsere Befürchtungen um sinkende Lebensqualität wahrgenommen zu haben und womöglich ernst zu nehmen.

Immerhin haben wir erreicht, dass Politiker, Verwaltung und Planer ihr Vorhaben überdenken.

Die Stadtvertreter müssen sich laut Hauptsatzung auf ihrer nächsten Sitzung am Montag, dem 10.09.18 um 19.00 Uhr in der Begegnungsstätte mit unseren Anregungen öffentlich auseinandersetzen.

Vielen Dank all jenen, die sich ebenso um die Lebensqualität der Wahlstedter Bürger sorgen und engagiert haben.

Erleichterung auf unserer Seite darüber, etwas bewegt zu haben, wäre aber verfrüht. Ob wir Änderungen bewirken werden, wird sich zeigen.

Die nächste Stadtvertreterversammlung gibt uns eine weitere Gelegenheit für eine öffentliche Diskussion über die Frage, wieviel Industrie Wahlstedts Bürger noch vertragen und wieviel an Belastung noch zu akzeptieren ist.

Unsere Wohn- und Lebensqualität sollte uns einiges wert sein.

Also kann das Motto nur heißen: Weitermachen.

Wir sind keine Eintagsfliegen. Unser nächster Stammtisch findet statt am Donnerstag, dem 11.10.18 um 19.00 Uhr.

Packen wir‘s an!

E. und A. Holm

 

Brief Nr. 4 – August 2018

Liebe Mitbürger,

wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wo Industrie angesiedelt wird, muss man sich mit großflächiger Vernichtung von Lebensraum für Flora und Fauna (also auch für uns) abfinden.

Noch mehr Späne fallen dann in der Folgezeit: Immissionen -  auch nachts - durch ständigen Lärm (Produktion, Filteranlagen, Ladeverkehr, Infrastruktur…), nächtliches Licht, (Fein-)Staub und gesundheitsschädliche Abgase sowie Geruchsbelästigungen.

Ach was, wir haben doch strenge rechtliche Auflagen (wie Bundesimmissionsschutzgesetz und dessen Verordnungen) zum Schutz der Menschen und der Umwelt vor schlimmen Folgen. Also alles eine Frage der zulässigen Grenzwerte und verlässlichen Kontrollen!

Auflagen bei der Planung gibt es doch schon im Vorfeld durch aufwendige und teure Umweltgutachten.

Anmerkung: Nach landläufigem Verständnis ist ein ‚Gutachten‘ die Aussage eines Sachverständigen“. „Der Begriff ‚Gutachten‘ ist weder eine geschützte Bezeichnung, noch hat er eine besonders herausgehobene prozessrechtliche Bedeutung“. (Wikipedia)

Die INITIATIVE WAHLSTEDT hat bei einem unabhängigen Institut eine Plausibilitätsprüfung* in Auftrag  gegeben. Im folgenden Text  finden Sie einige Ergebnisse.

Bei interessegeleiteten  Planungen ist die Versuchung groß, zur Kostenersparnis Prüfungsverfahren zu verkürzen. Oder bei Wahl der Methoden Wege zu finden, durch die unerwünschte Befunde scheinbar harmloser aussehen und passend gerechnet werden.

Auf dünnem Eis: Teile des Bebauungsplans für das Gebiet am Bahnhof

Beim „Lärmgutachten“ der Stadt Wahlstedt (vom 11.01.18)  gingen „Gutachter“ vor wie folgt:

Sie („Gutachter“) umgehen die seit 2006 übliche aktuelle Vorgehensweise bei Lärmberechnungen (DIN 45691) und wenden ein älteres Verfahren an,  das sich in der Vergangenheit als unzulänglich erwies.

  1. Dadurch berechnen sie zusätzlich die Bodendämpfung ein, die höhere Geräuschemissionen erlaubt.
  2. Dabei wählen sie eine für viele Schallquellen unrealistisch niedrige Quellhöhe (einen Meter über dem Boden) und errechnen so eine besonders hohe Bodendämpfung.
  3. Sie ignorieren ein schon bestehendes Lärmkontingent (plangegebene Vorbelastung), das ohne Beschränkung genutzt werden darf und unterstellen gleichzeitig eine um 50% niedrigere nächtliche betriebliche Auslastung.
  4. Sie geben rechnerisch Emissionskontingente (S.11, Tabelle 6 des „Gutachtens“) vor, die mit der Ausweisung als Industriegebiet „nicht gebietsverträglich“ sind, denn Betriebe müssen sich durch Festlegung eines Industriegebiets im städtischen Bauleitplan sowieso n u r  an übliche empfohlene Schallleistungspegel halten.
  5. Sie unterlassen es, Emissionskontingente für bereits vorhandene Betriebe zu prüfen und verschweigen so mögliche Überschreitungen von Schallleistungspegeln.
  6. Sie verzichten auf Ermittlung von Verkehrslärmimmissionen durch die geplanten Straßen innerhalb des B-Plans 32, die sich an bestimmten Stellen (IO 01- 03) ergeben.

 Hinzu kommt: Das „Gutachten“ verzichtet bei seinen Aussagen auch darauf,  Zeiten besonderer Lärmempfindlichkeit (6.00 - 7.00 Uhr, 20.00 – 22.00 Uhr) zu berücksichtigen.

Die Kontrollen der anzusiedelnden Betriebe sollen ebenfalls mit dem nicht mehr gültigen Verfahren erfolgen!

Sie weisen ferner nicht darauf hin, dass –abhängig von der Größe der Industriefläche – von jedem Quadratmeter dieses Industriegebietes Geräuschimmissionen von mehr als 100 dB(A) ausgehen dürfen!

Wir müssen davon ausgehen, dass die Geschicke der Stadt Wahlstedt in den Händen gut informierter Lokalpolitiker und qualifizierter Verwaltungskräfte liegen. Dann aber fragen wir uns:

HABEN UNSERE LOKALPOLITIKER UND IHRE VERWALTUNG DIESES VORGEHEN DER LÄRMGUTACHTER DURCHSCHAUT UND GEBILLIGT,  INDEM SIE TROTZ DIESER MÄNGEL DER  AUFSTELLUNG DER BEBAUUNGSPLÄNE ZUGESTIMMT HABEN?

Otto Normalverbraucher könnte denken, dass durch die Umwelt“gutachten“ der Stadt Wahlstedt zum Bebauungsplan keine Umweltgefahren (z.B. kein weiterer Lärm) drohen.

Die Gutachter der INITIATIVE WAHLSTEDT aber sagen: „Es ist daher eine neue Kontingentierung streng nach DIN 45691 durchzuführen.“

Ähnliche Befürchtungen hatten wir schon vor Monaten, als wir beschwichtigt wurden mit Äußerungen wie „Wir haben doch extra ein Lärmgutachten erstellen lassen“, „Das ist alles noch in der Planung“ und „Bisher ist nichts entschieden.“ Aber schon damals kannten die Planer die „Gutachten“ und wollten sich nicht auf eine Negativliste festlegen.  Hierzu sagt das Stichwort Wirtschaft auf der Internet-Seite der Stadt Wahlstedt:

„Vorteilhaft für die Ansiedlung von Betrieben sind nicht nur baurechtlich günstige Voraussetzungen(…)…plant die Stadt eine Erweiterung des vorhandenen Industriegebiets KIELER STRASSE sowie neue Gewerbeflächen im Süden der Stadt.“

Mit freundlichen Grüßen, Eva und Albert Holm , 18.08.18


 *Quelle:Stellungnahme zur schalltechnischen Untersuchung zum Bebauungsplan Nr. 32 der Stadt Wahlstedt: Projektnummer 16294 vom 11. Januar 2018 (der LAIRM CONSULT GmbH)

Auf der Sitzung des Hauptausschusses am 19. Juli ging es auch um das Problem der ärztlichen Versorgung der Wahlstedter.

In naher Zukunft werden weitere Arztpraxen schließen, und schon jetzt wird mancher Patient abgewiesen, der erstmals einen anderen Arzt aufsuchen muss, weil keine weiteren Patienten mehr angenommen werden.

Diese Situation wird sich weiter verschärfen. Darum ist die Lokalpolitik bemüht, durch ihre Planungen Abhilfe zu schaffen.

Ein Teilnehmer äußerte seine Kritik am Ist-Zustand sinngemäß so: Die demographische Entwicklung habe man wohl ziemlich leicht voraussehen können, um diesen Mangel zu verhindern (Die Altersstruktur unserer Bevölkerung und damit ihrer Berufstätigen sei bekannt und in jedem Einwohnermeldeamt abrufbar).

Dem kann man nur beipflichten! Die Politik in der Bundesrepublik hinkt in vielen Bereichen den gesellschaftlichen Erfordernissen hinterher, z.B. bei Steuergerechtigkeit, Renten, Bildung, Wohnraum und Mieten oder Gestaltung der Infrastruktur. Unbequeme und teure Vorsorgemaßnahmen vertagt man lieber. Gleichzeitig jedoch werden riskante Investitionen in große Zukunftsprojekte mit hohem Schuldenpotential nicht als Problem betrachtet. Befürchtungen von besorgten Wahlstedter Bürgern, das derzeitige Zinsniveau könnte schmerzlich ansteigen und zu hoher Neuverschuldung führen, wurden im Finanzausschuss als Kaffeesatz-Leserei abgetan. Lieber ein neues Industriegebiet aus dem Boden stampfen und neue Schulden machen -  zu Lasten der anstehenden nötigen Sanierungen!

Industriebrache ist oft Spekulationsobjekt der Besitzer. Oder es gilt, vor Neunutzung Altlasten zu beseitigen oder Abrisskosten zu bewältigen. Vielleicht ist auch die jeweilige Infrastruktur nicht mehr attraktiv genug? Günstige Neuansiedlung durch Wirtschaftsfördermaßnahmen ist da verlockend. So schrumpft das Grünland und damit der Lebensraum für Flora und Fauna immer weiter.

Die oben genannten Bedingungen betreffen womöglich auch Wahlstedt. Aber: Wer kann Wahlstedter oder überregionale Politiker zum Umdenken und zur Neuorientierung bewegen?

Die Diskussion um den  zunehmenden Ärztemangel erinnert mich an „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome (1972).

Schon damals ging es um die Frage, ob es noch fünf  v o r  oder  fünf  n a c h Zwölf war für die Bewältigung unserer Zukunft .

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums

A. Holm (26.07.2018)

 

Liebe Wahlstedter,

während die Stadtverwaltung die zahlreichen Stellungnahmen Wahlstedter Bürger zum geplanten neuen Industriegebiet am Bahnhof prüft, setzt die INITIATIVE WAHLSTEDT ihre Arbeit unbeirrt fort.

Für unsere damalige erste Unterschriftensammlung blieben uns bis zum Verstreichen der Eingabefrist nur wenige Tage. Währenddessen erhielten wir immerhin 411 Unterschriften von Mitbürgern, die sich gegen das Industriegebiet aussprachen. Auch die Beteiligung an der von uns einberufenen Bürgerversammlung (Die von der Stadt wurde ja kurzfristig abgesagt) und das Echo darauf waren sehr eindrucksvoll.

Jetzt sammeln wir erneut Unterschriften, und zwar möglichst flächendeckend in ganz Wahlstedt. Entsprechende Listen dazu waren bereits im Umlauf. Parallel dazu rufen wir alle Bürger auf, unter info@initiative-wahlstedt.de ihr Votum abzugeben, damit wir auch diejenigen Bürger erreichen, die wir zu Hause nicht angetroffen haben.

Schreiben Sie uns einfach (unter Angabe Ihres Namens und ihrer Adresse), dass Sie gegen das geplante Gebiet am Bahnhaltepunkt Wahlstedt sind. Namen und Adressen erscheinen nicht auf der Website, sondern werden benötigt, damit Ihre Stimme rechtskräftig eingereicht werden kann.

Unter derselben Adresse können Sie Umweltbelästigungen in Wahlstedt melden, die wir von Zeit zu Zeit (wiederum anonym) veröffentlichen.

  • INFORMIEREN SIE SICH AUF DER WEBSITE INITIATIVE-WAHLSTEDT.DE
  • STIMMEN SIE ONLINE AB GEGEN DAS GEPLANTE NEUE INDUSTRIEGEBIET AM BAHNHOF!
  • MELDEN SIE UMWELTBEEINTRÄCHTIGUNGEN IN WAHLSTEDT!
  • WIR FREUEN UNS AUCH ÜBER IHRE UNTERSTÜTZUNG ODER SPENDE: Treuhandkonto E. Holm, Spk. Südholstein, DE09 2305 1030 3603 675350

Freundliche Grüße in Namen der INITIATIVE WAHLSTEDT

Albert Holm