Springe zum Inhalt

LKW- Transporte zum Betrieb einer Asphaltmischanlage

Vom Umweltnetzwerk (siehe unten) wurden am Beispiel einer Muster- Asphaltanlage die jährlichen Durchsatzmengen an benötigten Einsatzstoffen zur Asphaltproduktion berechnet.  Aus diesen Basisdaten wurden die durchschnittlichen Lkw-Transporte für die Asphalte ermittelt. ...weiterlesen "Modellberechnung für LKW-Verkehr zum Betrieb einer Asphaltmischanlage"

Grundsätzlich dient die Windenergie neben der Sonnenenergie und der Wasserkraft als eine mögliche nachhaltige Technologie, den Ausstieg aus Atomenergie und fossilen Brennstoffen (Kohle, Erdöl, Gas) zu ermöglichen. Vorhandene natürliche und klimaschonende Energiequellen müssen genutzt werden.

Mit diesem Problemkreis müssen sich die Bürger trotzdem eingehend beschäftigen.

Einerseits,  weil  Wahlstedt nach der aktuellen Planung durch Windkraftanlagen betroffen sein wird, wenn wir uns nicht rechtzeitig wehren. Die derzeitige Landesplanung ist online dargestellt; Stellungnahmen als betroffene Bürger können wir bis zum 03.01.2019 abgeben (Suchbegriff http://bolapla-sh.de/verfahren..Oder: „Landesplanung SH Windenergie“).

Andererseits dürfen wir dabei auch nicht vergessen, dass bei der Betrachtung von Windenergieanlagen einige Kritikpunkte genau unter die Lupe genommen werden sollten, denn Themenkreise wie z. B. staatliche Fehlplanung, Überkapazitäten, fehlende Speicheranlagen, Gefahren für Vögel und Fledermäuse, Infraschall, Schattenwurf, fehlende neue Stromleitungen, Störung des Landschaftsbilds lassen sich nicht einfach ignorieren.  Dies schon allein deshalb, weil einige gesundheitliche Aspekte wissenschaftlicher Klärung bedürfen (Stellungnahme der Ärztekammer Wien, der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Umweltbundesamts, umfangreiche mehrjährige staatliche Studien in Dänemark u.a.).

Inzwischen gibt es in Deutschland Hunderte von Bürgerinitiativen gegen bestehende oder geplante Windkraftanlagen, ebenso in anderen Ländern. Dies zeigt eindrucksvoll die vielfältigen Sorgen der Menschen zum Problemkreis Windenergie.

Versucht man, sich in diese sehr vielschichtige Materie einzuarbeiten, stellt man fest: Viel ausdauernde Lektüre ist nötig, um die gesamte Problematik annähernd zu verstehen. Schnell wird klar, dass manche anfangs vermutete Erkenntnis noch ungesichert ist. Aber auch: Mit dem Ausbau der Windkraft können Grundbesitzer, Investoren,  Betreiber und Produzenten jede Menge Geld verdienen. Daraus folgt, dass „Informationen“ zum Thema tendenziös und interessengelenkt sein können.

Ein Teil solcher Anlagen könnte Wahlstedt  wohl keine Gewerbesteuern einbringen, ein anderer aber würde vermutlich geplante Neubaugebiete und bereits vorhandene Wohngebiete deutlich durch Schattenwurf beeinträchtigen -  je nach Wohnlage, Jahreszeit, Wetterlage, Sonnenstand, Windrichtung, Entfernung, Anlagenhöhe (Mastlänge mit Nabenhöhe plus  Größe des Windrads) und Anzahl der Mühlräder. Zu beachten ist hierbei, dass es neben den bisher geplanten Bauflächen noch Reserveflächen gibt, die später bebaut werden könnten.

Eine Informationsquelle zum Einstieg ins Thema bietet z.B. WIKIPEDIA mit „Schattenwurf von Windenergieanlagen“ und „Optische Immission von Windenergieanlagen“ mit der pdf-Datei „Windenergie und periodischer Schattenwurf“ – EnergieDialog.NRW.

Zwei bekannte Adressen von Bürgerinitiativen bieten weiterführende Informationen:

  1. gegenwind-sh.de
  2. vernunftkraft.de

Leider sind bei den Letztgenannten jedoch nicht alle der dort angezeigten Links funktionstüchtig. Zum anderen wirken sie in der Menüführung zunächst recht unübersichtlich. Außerdem stellen die vorausgesetzten Kenntnisse hinsichtlich der Fachbegriffe, Abkürzungen und die teilweise holprige oder unnötig komplizierte Sprache den Laien auf die Probe.

Die sehr differenzierten Stellungnahmen des BUND runden die Informationsmöglichkeiten ab: bund-rvso.de/winenergie-windraeder-voegel-fledermäuse.html.

Diesen ausführlichen Artikel zum Thema haben wir gefunden unter DIE WELT- online vom 02.03.2015:  Macht der Infraschall von Windkraftanlagen krank? (Daniel Wetzel)

A. Holm

 

Alle Himmelskörper des Universums umrunden uns!

Schon öfter „irrten“ Experten, mussten ihren Erkenntnissen abschwören, für ihre Beharrlichkeit büßen oder waren teilweise ätzender Kritik ausgesetzt (z.B. Galileo Galilei, Charles Darwin).

  • Ähnliches erfahren gelegentlich Bürger, die sich um Gesundheit, Umwelt und Lebensqualität sorgen.
  • Aber auch Umweltexperten des TÜV.

Dennoch - manchmal obsiegen Logik und gesunder Menschenverstand:

  • Wenn Autos im Alter von 10 oder mehr Jahren technische Probleme zeigen, denken wir an einen Wechsel zu modernerer Technik.
  • Wenn eine notwendige Operation ansteht, bevorzugen wir eine zeitgemäße, fachlich anerkannte Behandlungsmethode.
  • Wenn vor 12 (!) Jahren Fachleute festgestellt haben, dass eine veraltete Methode zur schalltechnischen Untersuchung ungeeignet ist, zuverlässige Ergebnisse zu erzielen, ist dies für Laien glasklar.
  • Wenn eine Sachverständige in einer Einwohnerversammlung behauptet, die Wahl der Methode stehe ihr frei, können wir ohne Zögern zustimmen.
  • Wenn nun aber diese veraltete Untersuchungsmethode zu (günstigeren) umweltverträglichen Ergebnissen kommt, müssen wir annehmen, dass bei einer der beiden Verfahrensweisen ein Fehler vorliegt. Insbesondere dann, wenn einige Aspekte des Prüfungsgegenstandes beim veralteten Verfahren schlicht ausgeklammert wurden*. Der Verdacht der Parteilichkeit drängt sich auf. Wie sonst lassen sich die unterschiedlichen Resultate erklären?
  • Wenn Bürger das „Flüstern“ (=Theorie) vor dem Fenster aus leidvoller Erfahrung als belästigenden, teils unerträglichen und regelmäßig wiederkehrenden Krach (= aktuelle Praxis) empfinden, fühlen sie sich ignoriert. Denn: Leider gibt es diesen Krach schon lange - an mehreren Stellen, die gar nicht Gegenstand der oben angegebenen Untersuchungen waren.

WELCHE FOLGERUNGEN KÖNNTEN ENTSCHEIDUNGSTRÄGER AUS DIESEN   AUSSAGEN ABLEITEN? 

 

 

Liebe Mitstreiter,

die von uns in Auftrag gegebene Stellungnahme zum Lärmgutachten für das geplante neue Industriegebiet am Bahnhof

("Schalltechnische Untersuchung zum Bebauungsplan Nr. 32 der Stadt Wahlstedt, Projektnummer 16294" vom 11.01.2018 der LAIRM CONSULT GmbH)

liegt vor und kann eingesehen werden.

Sie wird unseren nächsten Stammtisch (23.08.2018) bereichern, denn sie untermauert unsere Kritik.

A. Holm

Beispiele für schmutzige Industrie - Asphaltmischwerk und Steinbrechwerk, Altreifen-Recycling-Anlage...

  • In der Holsteinstraße ist ein Steinbrechwerk im Entstehen, das möglicherweise noch vergrößert werden soll.

Meist treten solche Betriebe zusammen mit Anlagen zum Be- und Entladen von Schüttgütern auf.

  • Im „alten Industriegebiet“ gibt es ein Asphaltmischwerk.

Hintergrundinformationen: Asphaltmischwerke und Steinbrechanlagen

Nach einem Ergebnisbericht aus 9 Bundesländern liegen Asphaltmischwerke im Bereich von 40 - 70% der ermittelten Gesamtimmissionen (Staub).

LKW wird Beladen

Brecheranlagen liegen im Bereich von 80 - 90% der ermittelten Gesamtimmissionen (Berichtsauswertung von Emmissionskatastern aus 9 Bundesländern LAI-AISV-2011, Tab. 1 u. 2; Quelle: http://www.lai-immissionsschutz.de/serlet/is/20172). Sogenannte "Offene oder unvollständig geschlossene Anlagen zum Be- und Entladen von Schüttgütern" (4. BImschV) immittieren 80 - 90% der ermittelten Gesamtimmissionen.

Beispiel eines Steinbrechwerkes

Gemäß unserer Quelle (http://www.bi-asphaltanlage.de/uploads/media/UNW-Vortrag_Eckental_12.9.13_-_neu.pdf) gibt es gegenwärtig in der BRD laut BImSchG (Bundesimmissionschutzgesetz) für die Genehmigung von Asphaltmischanlagen

  • kein öffentliches Verfahren und keine Antragsauslegung (§§ 4 u. 19 i.V. mit § 1 der 4. BImSchV u. Nr. 2.15, Spalte 2 des Anhangs 4. BImSchV)
  • keine Bürgerbeteiligung, Einwände, Erörterung (existiert in Belgien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz u. Italien)
  • keine kontinuierlichen Abgasmessungen laut Gesetz (wie bei Kohlekraftwerken und Müllverbrennungsanlagen)

Da die Lärm- und Geruchsbelästigung und der Schadstoffausstoß von Asphaltanlagen hoch sein können, gibt es für die ca. 700 in der BRD betriebenen Asphaltmischwerke grundlegende, aber noch nicht umgesetzte umweltpolitische Forderungen:

  1. Wohn-Abstandsregelungen zu Asphaltanlagen: mindestens 2 km
  2. Bürgerbeteiligung/öffentliche Antragsverfahren vor Genehmigung
  3. Grenzwerte gemäß 17. BImSchV und kontinuierliche Messungen
  4. 3-stufige Abgasreinigungsanlage nach aktuellem Standard
  5. Verwendung von maximal 25% schadstoffhaltigem Recyclingmaterial
  6. Komplett eingehauste Brecheranlage mit Abgasfilteranlage
  7. Geruchsimmissionsbewertung für die reale Betriebszeit (nicht umgerechnet auf das Kalenderjahr)
  8. Abgasabsaugung auch für Mischer, Heißsilierung und Verladesilos
  9. LKW-Schleuse mit Unterdruck
  10. LKW-Beplanung noch in der Schleuse
  11. EMAS-Teilnahme zum Erwerb eines EU-Zertifikats mit jährlicher Minimierung der Umweltbelastungen
  12. Ständige Online-Überwachung
  13. Einrichtung eines Bürger-Online-Formulars für Beschwerden beim Umweltamt

Immissionen aus Teerprodukten enthalten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die nicht nur geruchsbelästigend, sondern auch krebserregend sind. Daher sind sie im Straßenbau und bei der Herstellung von Teerpappe seit 1984 in der BRD verboten. Allerdings sind sie oft noch in Kunststoff- und Gummiprodukten enthalten (Kinderspielzeug!), in Altreifen und flächendeckend im Boden nachweisbar.

Mit diesen Altlasten müssen wir leben, und auch alte Kraftwerke geben noch solche Immissionen frei. Ebenso sind sie in Tabakrauch, Kraftstoffen und Heizöl enthalten und gelangen so in den Hausstaub.

Hier muss aber noch erwähnt werden, dass Asphaltmischwerke insbesondere dann nicht immissionsfrei sind, wenn sie Material aus der Zeit vor 1984 recyceln. Viele Straßen, die jetzt sanierungsbedürftig sind, stammen aus dieser Zeit. Außerdem: Die Kontrolle dieser Betriebe ist lückenhaft.

Wie es um das Asphaltmischwerk in Wahlstedt bestellt ist, wissen wir nicht.

Die stark giftigen und krebserregenden PAK (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe) haben langfristige Wirkungen auf Föten und können Lungen-, Kehlkopf-, Haut-, Magen- und Darmkrebs verursachen. Auch für Organismen im Wasser sind sie hochgiftig. (Zur detaillierten Information über das Thema im Zusammenhang mit Asphaltanlagen verweisen wir auf das Internet; z.B.:

Fazit

Asphaltmischwerke und Brechanlagen sowie Anlagen zum Be- und Entladen von Schüttgütern mindern unsere Wohnqualität, erhöhen unsere Umweltbelastungen und das Krankheitsrisiko, oftmals ohne dass wir dagegen juristische Handhabe haben.

ERGÄNZENDE INFORMATIONEN: MODELLBERECHNUNG FÜR LKW-VERKEHR ZUM BETRIEB EINER ASPHALTMISCHANLAGE

Altreifenrecycling im Industriegebiet Holsteinstraße?

(Bericht LN-online vom 21.7.2015 - "Wahlstedt bekommt einen Recyclinghof - Bad Segeberger Investor kauft großes Grundstück im Industriepark.")

In dem oben genannten Zeitungsartikel wird berichtet, dass in der Holsteinstraße neben dem geplanten Steinbrechwerk ein Betrieb für das Recycling von Altreifen entstehen soll.  Was uns im Einzelnen erwartet, ist uns bis heute nicht bekannt. Bekannt sind aber verschiedene Verwertungstechniken, z.B. dass man Reifen zerkleinert, geschredderte Altreifen in ca. 30 cm großen Stücken „thermisch verwertet“ (https://de.wikipedia.org...Altreifen), z.B. als Ersatz-Brennstoff in der Zementindustrie oder zur Modifizierung von Asphalt und Bitumen, sowie für die Herstellung von Kunstrasen usw.

Bei einer anderen Methode, dem „stofflichen Altreifen-Recycling“, zerlegt man die Reifen „in ihre Bestandteile, wie Gummi, Stahl, Textil“ und andere Reste. Die Bestandteile werden dann „einzeln weiter verwendet“, aber nicht verbrannt (s.o.).

Von Bedeutung ist, dass Altreifen überwachungsbedürftige Abfälle sind. Bei derartigen Abfällen müssen die Lagerung, das Sortieren, die Verwertung und der Transport zuständigen Behörden angezeigt werden und benötigen eine behördliche Genehmigung.

Wikipedia berichtet weiter: „Eine Gefahr für Mensch und Umwelt geht von den ‚Reifenfriedhöfen‘ aus, wenn diese in Brand geraten. So fingen beispielsweise im Jahr 2012 in al-Dscharah (Region Kuweit) über 5 Millionen Reifen Feuer. Die Löscharbeiten gestalten sich auf Grund der enormen Hitzeentwicklung schwierig.“

In jüngerer Zeit wurde in den Medien über einen katastrophalen Großbrand in einer Reifenfabrik in Hamburg-Harburg berichtet.

Welchen Belästigungen und Umweltgefahren für die Gesundheit sind die Wahlstedter schon jetzt ausgesetzt?

Könnte es geschehen, dass im Zuge des Weiterbaus der Autobahn A 20 das Asphaltwerk die Produktion erhöht oder expandieren will und sich im Planungsgebiet am Bahnhof ansiedelt?

Laut Pressebericht (LN) vom April 2017 jedenfalls hat der derzeitige Besitzer des früheren Asphaltmischwerks zusätzliche Liegenschaften in seinem Umfeld erworben, und zwar das ehemalige OKAL-Gelände und die frühere Kiesgrube an der Straße nach Wittenborn.

Ergänzung: Wir empfehlen die Links zu den Videos zum Thema "Brechwerke"


Mehr zum Thema: http://initiative-wahlstedt.de/immissionskataster-wahlstedt/

Vielfach klagt man über geringe Wählerbeteiligung und vermeintliches Desinteresse von Bürgern an der Politik.

Doch sicher steckt mehr dahinter als Gleichgültigkeit, wenn z.B. bei Kommunalwahlen nur etwa 30 Prozent Wahlbeteiligung herrscht.

Manches Problem ist der Demokratie geschuldet. Eine Partei tritt mit Wahlversprechen in den Wahlkampf, kann aber auf Koalitionspartner angewiesen sein, wenn sonst keine Regierungsmehrheit zustande kommt. So muss die angetretene Partei infolgedessen auf abweichende Ziele des Partners eingehen.

In anderen Fällen treten in der Regierungszeit unerwartete Probleme auf, die die Politiker berücksichtigen müssen (z.B. außenpolitische Konflikte, Katastrophen, wirtschaftliche Veränderungen). Oder Prognosen erweisen sich als falsch und erfordern rasches Handeln.

Manchen Sinneswandel aber kann der Bürger nicht nachvollziehen, da Entscheidungsprozesse intransparent sind. Eine bedeutende Rolle spielt hier der Einfluss potenter Interessengruppen. So gehen einflussreiche Finanzträger oder ihre Vertreter in Parlamente und Regierungen oder profilierte Politiker besetzen kurzerhand hochrangige Managerposten in der Wirtschaft.

Einschlägige Seminare wie „Was kann die Politik für die Wirtschaft tun?“ und enthüllende Skandale oder Pleiten kennen wir alle. Besonders groß ist die Empörung nach Fehlentscheidungen wie in Sachen Fehmare-Spaßbad oder bei der Pleite der HSH-Bank oder der „Bankenkrise“ generell.

In allen Fällen zahlen nicht verantwortliche Politiker, sondern die Steuerzahler die Zeche („Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren“).

Zusätzlich wirken auch die Nadelstiche des lokalpolitischen Alltags oft sehr schmerzhaft auf die politische Motivation von Otto Normalverbraucher:

Mangelnde Unterhaltung und jahrelanger Zerfall der Straßen führt zu hohen Straßenausbaubeiträgen für die Bürger.

Belästigende Industriebetriebe wurden angesiedelt. Das bürgernahe Entwicklungsziel „Belebung des Bahnhofsumfeldes“ gab man auf zu Gunsten der Ausweisung eines Industriegebiets. Die Neuplanung von Industrieflächen lässt eine Negativliste vermissen. Die zunehmende Verschuldung der Stadt schränkt den gestalterischen Spielraum für die Zukunft stark ein.

Hinsichtlich der Industrieansiedlung in Wahlstedt haben wir folgende

Bedenken: Politiker betonen, Betriebe, die sich in Wahlstedt ansiedeln wollen, würden sorgfältig ausgewählt. Die Realität sieht jedoch anders aus. Beispielsweise errichtete man ein Asphaltmischwerk in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung. Warum wurde das nicht verhindert? Belastungen durch Feinstaub, Lärm, Gestank und starken Schwerlastverkehr sind die Folge.

Laut bestehendem, noch gültigem Bebauungsplan wurde für das Gebiet an der Wahlstedter Holsteinstraße die Ansiedlung von Tankstellen und Speditionen ausgeschlossen („generell nicht zulässig“; B-Plan Nr. 1, 2. Änderung), um zunehmenden Straßenverkehr zu verhindern. Trotzdem gibt es dort heute zwei Tankstellen auf Firmengelände und zwei Fuhrunternehmen. Wie ist das möglich?

Ebenfalls für dieses Gebiet wurden Lärmgutachten erstellt, Lärmschutzwälle errichtet und Lärmkontingente festgelegt. Diese Schallleistungspegel sollten sicherstellen, „dass keine zusätzlichen Lärmbeeinträchtigungen auf die angrenzenden Wohngebiete ausgehen werden.“

Warum werden die Bürger Wahlstedts trotzdem nachts durch den Lärm der Glasreycling-Anlage geweckt?

Weitere Gründe für unser Misstrauen: Wenn ein bereits bestehendes Industriegrundstück verkauft wird, hat die Stadt kaum Einfluss mehr auf seine Weiterverwendung, wenn keine Negativliste existiert, die bestimmte Betriebe von vornherein ausschließt.

Warum gibt es keine Negativliste?

Die Stadt hätte Vorsorge treffen können, indem sie Industrieflächen nicht verkauft, sondern verpachtet, sich ein Vorkaufsrecht einräumen lässt oder eine Veränderungssperre erlässt. Warum wurde das versäumt?

Abschließend sei gesagt, dass wir den Entscheidungsträgern zwar viele besorgte Fragen zur Planung des neuen Industriegebiets stellen können.

Aber sollten sie ehrlich antworten wollen, dürften sie es in all den Fällen nicht, in denen sie zur Verschwiegenheit verpflichtet sind.

Und das ist vermutlich in den meisten Fällen zutreffend.

Das Einholen von Stellungnahmen Sachverständiger zu diversen Umweltaspekten (Boden, Wasser, Flora und Fauna, Lärm…) im Vorfeld der Erstellung von Bauplänen gehört zu den Hausaufgaben der Planer.

Derartige Stellungnahmen verursachen naturgemäß hohe Kosten und sollen natürlich zielführend sein. Also gilt das Motto „Kosten sparen und Unschönes verschweigen oder verharmlosen“.

Wie sonst lässt sich erklären, dass für den Bereich „Flora und Fauna“ manche Gesichtspunkte erstaunlich kurz abgehandelt werden oder die Stellungnahme einer bedeutenden Naturschutz-Organisation unter Verschluss gehalten wird?

Und ist es verwunderlich, dass die „Schalltechnische Untersuchung zum B-Plan Nr. 32 der Stadt Wahlstedt vom 11.01.2018“  nicht normgerecht nach DIN 45691 ausgeführt wurde, sondern mittels einer 2006 (wegen Unzulänglichkeit und Mängeln) abgeschafften Methode?

Hier gilt anscheinend das Sprichwort „HE WHO PAYS THE PIPER CALLS THE TUNE“ (Wes Brot ich ess, des Lied ich sing).

Stichworte:

  • Wir registrieren eine steigende Zahl ausgerotteter Arten in Flora und Fauna, obwohl vielfach deren Bedeutung und Nutzen (z.B. in der Bionik, Medizin, Pharmazie usw.) nicht ausreichend erforscht ist; manche Arten harren der Entdeckung.
  • Manche Zusammenhänge sind erforscht, werden aber missachtet, weil andere Prioritäten (Expansion, Produktionssteigerung, Gewinnmaximierung…) mehr zählen als Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität.
  • Naturschutzgebiete, Renaturierung, Grüngürtel und Grünbrücken (zur Vermeidung zunehmender Inzucht- Erscheinungen in den verbleibenden Naturinseln) zu deren Vernetzung werden wegen hoher Kosten in Frage gestellt, weil nicht zu Ende gedacht wird.
  • Klimawandel, Bodenerosion, Wasserknappheit, Wasserverschmutzung, Flächenfraß, Umweltgifte, Waldrodung etc. reduzieren laufend Landflächen und schädigen Gewässer, die Grundlage unserer Ernährung sind. Gleichzeitig bedrohen Kriege, Armut, Seuchen und Hunger die Existenz vieler Menschen weltweit.
  • Der vielfältige Wert der Lebensräume Grünland und Wald wird missachtet:
  1. Erholungswert
  2. Klimaschutz
  3. Abbau von CO2 und Produktion von Sauerstoff
  4. Lärm- und Staubschutz
  5. Artenschutz durch vielfältige Lebensräume
  6. Ungestörte Stoff- und Nahrungskreisläufe
  7. Nahrungsnetze werden zerstört
  8. Sonnenschutz
  9. Hochwasserschutz

  • Insekten und andere Tiere dienen Blütenpflanzen zur Bestäubung…
  • Ernährungsgrundlage für steigende Bevölkerungszahlen

Nachhaltigkeit und Schonung der Ressourcen sind sehr wichtig.

Stirbt die Natur, sind wir zuerst „dran“!

„Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, die weitgehend Züge marodierenden Raubbaus angenommen hat, wird die „Kultur“-Landschaft bis auf Monokulturen von Nutzpflanzen regelrecht ausgeräumt. „Un“-Kräuter und „Un“-Geziefer werden mit Bioziden exterminiert, und was dieser Holocaust an Lebensraum und vor allem Nahrung für Vögel nicht beseitigt, besorgen zudem Überbauung, Verkehr, Lichtverschmutzung, grenzenlose Freizeitaktivitäten und ähnliches.“*


*Literaturempfehlung: Prof. Dr. Peter Berthold, Gabriele Mohr, Vögel füttern – aber richtig“, Franck-Kosmos Verlags-GmbH, Stuttgart 2017 (ISBN-13: 978-3440156933); Seite 8

Den meisten Bürgern ist bekannt, dass wir kein Agrarland, Entwicklungsland oder Schwellenland mehr sind, sondern eine der am höchsten entwickelten Industrienationen. Diese Entwicklung ist unserem Mangel an natürlichen Bodenschätzen geschuldet.

Natürlich kann  Industrie Arbeitsplätze schaffen und  Steuergelder in die Kassen spülen. Dies ist unbestritten.

Hier sind wir jedoch bei einer vielschichtigen Fragestellung.

Manchen Bürgern scheint entgangen zu sein, dass durch den hohen Grad an Technisierung und Automatisierung in diesem Bereich immer mehr Arbeitskräfte entlassen werden müssen und dass diese Entwicklung sich verstärken wird.

Der Stand der Arbeitslosigkeit ist auf einem niedrigen Niveau, und viele Unternehmen suchen händeringend qualifizierte Arbeitskräfte, um Kundenaufträge annehmen zu können. Viele Arbeitsplätze sind also frei.

Gleichzeitig hat sich ein deutlicher Strukturwandel vollzogen, der zum starken Anwachsen verschiedenster Dienstleistungsunternehmen geführt hat, Tendenz weiter steigend. Das heißt, dass im gewerblichen Bereich viel mehr Arbeitsplätze geschaffen wurden und künftig noch geschaffen werden als in Industrieunternehmen.

Hinzu gibt es zu bedenken, dass Neuansiedler im geplanten Wahlstedter Industriegebiet zunächst einmal ihre hohen Investitionen steuerlich absetzen können. Vergessen dürfen wir ebenfalls nicht, dass große Firmen zwecks Steuerersparnis Holdings im steuerbegünstigten Ausland gründen. So gehen der Bundesrepublik, den Bundesländern und Kommunen viele Steuergelder für wichtige Vorhaben (z.B. Bildung, Forschung, Infrastruktur, Soziales) verloren.

Zusätzlich wurden und werden die öffentlichen Kassen dann noch geschröpft durch das Prinzip „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren“ (siehe Rettung HSH-Nordbank im Gegenwert von Milliarden Euro durch die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein). Wahlstedt muss 3 Millionen Euro aufbringen, um das Gewerbe- und Industriegebiet zu entwickeln. Dadurch wird das Defizit der Stadt auf über 14 Millionen anwachsen.

So viel zum Argument, Wahlstedt und der Zweckverband Segeberg würden doch durch Industrieansiedlung für nötige Steuergelder und neue Arbeitsplätze sorgen.

Und die weitere Zersiedelung der Landschaft dient nicht dem Naturschutz und nicht unserer Lebensqualität.

Dann doch lieber mehr Arbeitsplätze durch Gewerbeansiedlung als durch schmutzige Industrie!

BEISPIELE FÜR SCHMUTZIGE INDUSTRIE: ASPHALTMISCHWERKE UND STEINBRECHANLAGEN

  • In der Holsteinstraße ist ein Steinbrechwerk im Entstehen.

Beispiel eines mobilen Steinbrechwerkes

  • Im „alten Industriegebiet“ gibt es ein Asphaltmischwerk.

Gemäß unserer Quelle (Internet) gibt es gegenwärtig in der BRD laut BImSchG (Bundesimmissionschutzgesetz) für die Genehmigung von Asphaltmischanlagen

  • kein öffentliches Verfahren und keine Antragsauslegung (§§ 4 u. 19 i.V. mit § 1 der 4. BImSchV u. Nr. 2.15, Spalte 2 des Anhangs 4. BImSchV)
  • keine Bürgerbeteiligung, Einwände, Erörterung (existiert in Belgien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz u. Italien)
  • keine kontinuierlichen Abgasmessungen laut Gesetz (wie bei Kohlekraftwerken und Müllverbrennungsanlagen)

Da die Lärm- und Geruchsbelästigung und der Schadstoffausstoß von Asphaltanlagen hoch sein können, gibt es für die ca. 700 in der BRD betriebenen Asphaltmischwerke grundlegende umweltpolitische Forderungen:

  • Wohn-Abstandsregelungen zu Asphaltanlagen: mindestens 2 km
  • Bürgerbeteiligung/öffentliche Antragsverfahren vor Genehmigung
  • Grenzwerte gemäß 17. BImSchV und kontinuierliche Messungen
  • 3-stufige Abgasreinigungsanlage nach aktuellem Standard
  • Verwendung von maximal 25% schadstoffhaltigem Recyclingmaterial
  • Komplett eingehauste Brecheranlage mit Abgasfilteranlage
  • Geruchsimmissionsbewertung für die reale Betriebszeit (nicht umgerechnet auf das Kalenderjahr)
  • Abgasabsaugung auch für Mischer, Heißsilierung und Verladesilos
  • LKW-Schleuse mit Unterdruck
  • LKW-Beplanung noch in der Schleuse
  • EMAS-Teilnahme zum Erwerb eines EU-Zertifikats mit jährlicher Minimierung der Umweltbelastungen
  • Ständige Online-Überwachung
  • Einrichtung eines Bürger-Online-Formulars für Beschwerden beim Umweltamt

Immissionen aus Teerprodukten enthalten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die nicht nur geruchsbelästigend, sondern auch krebserregend sind. Daher sind sie im Straßenbau und bei der Herstellung von Teerpappe seit 1984 in der BRD verboten. Allerdings sind sie oft noch in Kunststoff- und Gummiprodukten enthalten (Kinderspielzeug!) und flächendeckend im Boden nachweisbar. (wikipedia.org./wiki/polycyclische_aromatische_Kohlenwasserstoffe)

Mit diesen Altlasten müssen wir leben, und auch alte Kraftwerke geben noch solche Immissionen frei. Ebenso sind sie in Tabakrauch, Kraftstoffen und Heizöl enthalten und gelangen so in den Hausstaub.

Hier muss aber noch erwähnt werden, dass Asphaltmischwerke insbesondere dann nicht immissionsfrei sind, wenn sie Material aus der Zeit  v o r  1984 recyceln. (Viele Straßen, die jetzt sanierungsbedürftig sind, stammen aus dieser Zeit.) Außerdem: Die Kontrolle dieser Betriebe ist lückenhaft.

Wie es um das Asphaltmischwerk in Wahlstedt bestellt ist, wissen wir nicht.

Die stark giftigen und krebserregenden PAK (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe) haben langfristige Wirkungen auf Föten und können Lungen-, Kehlkopf-, Haut-, Magen- und Darmkrebs verursachen. Auch für Organismen im Wasser sind sie hochgiftig. (Zur detaillierten Information über das Thema im Zusammenhang mit Asphaltanlagen verweisen wir auf das Internet; z.B.:

FAZIT: Asphaltmischwerke mindern unsere Wohnqualität und erhöhen unsere Umweltbelastungen und das Krankheitsrisiko, ohne dass wir dagegen juristische Handhabe haben.

Welchen Belästigungen und Umweltgefahren für die Gesundheit sind die Wahlstedter schon jetzt ausgesetzt? Lesen Sie weiter....

Qualmender Materialhaufen auf dem Gelände eines Betriebes in Wahlstedt
Qualmender Materialhaufen auf dem Gelände eines Betriebes in Wahlstedt

Könnte es geschehen, dass im Zuge des Weiterbaus der Autobahn A 20 das Asphaltwerk die Produktion erhöht oder expandieren will und sich im Planungsgebiet am Bahnhof ansiedelt?

Laut Pressebericht (LN) vom April 2017 jedenfalls hat der derzeitige Besitzer des früheren Asphaltmischwerks zusätzliche Liegenschaften in seinem Umfeld erworben, und zwar das ehemalige OKAL-Gelände und die frühere Kiesgrube an der Straße nach Wittenborn.

Bemerkung: Dieser Artikel muss noch überarbeitet und ergänzt werden.

  1. Warum gibt es keine Negativliste, die bestimmte Industrieunternehmen aus dem Planungsgebiet ausschließt?
  2. Weshalb wurden nicht alle angefertigten Umweltgutachten oder Stellungnahmen zum Umweltschutz veröffentlicht?
  3. Warum gab es kein Protokoll der Informationsveranstaltung in der Begegnungsstätte, bei der Einwände von Bürgern gegen die geplante Industrieansiedlung vorgetragen wurden?
  4. Wie lauten Ihre Prognosen und Pläne zum Schuldenabbau für das Budget der Stadt Wahlstedt?
  5. Gibt es Schätzungen zum Steueraufkommen durch die neu anzusiedelnden Betriebe?
  6. Wer überwacht die im Umweltgutachten beschriebenen naturschutzrechtlich relevanten Bauvorhaben und deren vorbereitende Maßnahmen?
  7. Welche fachliche Qualifikation haben diese (Nr. 6) Personen?
  8. Gerüchteküche: Warum wurden im Laufe der  Planungsgeschichte interessierte Bewerber für die Belebung des Bahnhofsumfeldes abgewiesen (Edeka, McDonald’s, Real, …)?
  9. Warum gibt die Stadt im Haushaltsplan dem Planungsgebiet am Bahnhof Vorrang vor dringend erforderlichen Aufgaben für das Gemeinwohl?
  10. Planen Sie eine Gleisanbindung für das genannte Gebiet?
  11. Haben Sie sich mal die Frage gestellt, wie viele Belastungen Sie den Bürgern noch zumuten können?
  12. Erwarten Sie, dass die Häuser der Anwohner im Wert steigen, wenn Sie dort Industrie ansiedeln?
  13. Das Glas-Recycling-Werk in der Holsteinstraße hat gezeigt, dass die Lärmschutzgutachten die Bürger nicht ausreichend vor Lärm schützen. Wie wollen Sie sicherstellen, dass das nicht wieder passiert?
  14. Wie groß wird das Plus an Steuereinnahmen durch die neuen Betriebe in den Anfangsjahren?
  15. Wann werden die im Haushalt zurückgestellten Zukunfts-Investitionen für die Bürger umgesetzt?
  16. Gibt es Pläne für die Ansiedlung eines Betriebes für Lokomotiven-Instandsetzung?
  17. Welche Umweltprobleme erwarten Sie für den Fall, dass ein großer Milchpulver-Hersteller angesiedelt wird?
  18. Berücksichtigen Sie bei Ihren Prognosen für künftiges Verkehrsaufkommen die erhebliche Zunahme von LKW- und PKW-Verkehr zwischen Wittenborn und der Kieler Straße?
  19. Schließen Sie die bereits früher einmal geplante Anbindung des Hasselkamps an die Kieler Straße zur Entlastung der Rendsburger Straße aus?
  20. Soll der Hasselkamp zur Durchgangsstrasse werden?
  21. Wie ist Ihre persönliche Einstellung zu diesem Bauvorhaben, nachdem Sie Argumente dagegen zur Kenntnis genommen haben?
  22. Wie stehen Sie persönlich dazu, dass der Haushaltsplan wichtige Investitionen für Wahlstedter Bürger auf Eis legt?
  23. Wie werde ich von Ihnen für den Wertverlust meines Hauses oder meiner Eigentumswohnung entschädigt?
  24. Finden Sie es richtig, die Bevölkerung Wahlstedts weiteren Belästigungen durch Industrie auszusetzen?
  25. Wo liegen Ihre Prioritäten, Industrieentwicklung oder Verbesserung der Lebensqualität für Ihre Bürger?
  26. Warum wollen Sie die nötigen Straßensanierungen auf die lange Bank schieben?
  27. Die 2. Änderung des B-Plans Nr. 1 für die Holsteinstraße sagt ausdrücklich: Tankstellen und Speditionsgewerbe sind „generell nicht zulässig“. Beides aber gibt es dort. Wie ist das möglich?
  28. Welche Erkenntnisse haben Sie über den aktuellen Umfang des LKW-Schwerlast- Pendelverkehrs zwischen der A 21 und dem Asphaltmischwerk über die Kieler Straße (Anlieferung von Straßenabbruchmaterial)?
  29. Wo können Bürger sich über Immissionswerte des Asphaltmischwerks (Lärm; Staub, Abgase und deren Schadstoffe) informieren?
  30. Werden diese (Nr. 29) Immissionswerte überhaupt permanent oder sporadisch ermittelt und protokolliert?
  31. Ist die Ansiedlung eines Betriebes zur Lagerung und zum Recycling von Altreifen in Planung?
  32. Haben Sie aktuelle Studien zum Thema Insektensterben und dessen Ursachen zur Kenntnis genommen?
  33. Durch die zwischenzeitliche Nutzung des früheren Eiche-Stadions als Zwischenlager für Baumaterialien werden Bürger/Innen erheblich in ihrer Ruhe gestört, besonders auf Grund des starken LKW-Verkehrs in unmittelbarer Nähe der Wohnhäuser. Auf welcher rechtlichen Grundlage geschieht dies, und warum wird diese Beeinträchtigung den Bürgern eines reinen Wohngebietes zugemutet?
  34. Wird auf Grund der Fusion mit dem Lübecker Luftsportverein die Lärmbelästigung durch Motorflugzeuge in Wahlstedt steigen?
  35. Wie umfangreich wird infolgedessen die Neu-Versiegelung von Grünflächen durch den Bau neuer Hangars?
  36. Welche negativen Umweltüberraschungen wird uns das Autoreifen-Recyclingwerk an der Holsteinstraße bringen?
  37. Warum folgt Wahlstedt bei der Planung seines neuen Industriegebietes nicht seinem Klimaschutzkonzept? Das Klimaschutzkonzept empfiehlt bezüglich des neuen Industriegebiets, dass es "von Beginn an als nachhaltiges und klimagerechtes Baugebiet konzipiert werden (könnte)". Wo bleibt Wahlstedts "klimagerechtes Flächenmanagement"?
  38. Gibt es eine Luft-Reinhalte-Planung für Wahlstedt? Angesichs der Staubentwicklung des Asphaltmischwerkes und der Geruchsbelästigung durch das Glas-Recyclingwerk sehen wir das Recht des  Bürgers auf Luftreinhaltung verletzt.
  39. Warum formuliert Wahlstedt bei der Ausweisung des neuen Industriegebiets keine städtebaulichen Ziele hinsichtlich der Luftreinhaltung, indem Betriebe mit übermäßigen Staub- und Geruchsbelästigungen nach der Anlage I der Bundesimmissionsschutzverordnung ausdrücklich nicht zugelassen werden?
  40. Gibt es eine Lärm-Minderungsplanung für Wahlstedt? Die Richtlinie der EU 2002/49/EG sieht die Verpflichtung vor, Lärmbelästigung durch Verkehr zu erfassen. Bis 2013 sollten in Städten Lärm-Aktionspläne für Hauptverkehrswege mit mehr als 8.000 Fahrzeugbewegungen pro Tag erstellt werden. An der Kieler Straße in Wahlstedt werden bereits jetzt die Anhaltswerte für Gesundheitsgefahr von 70 dB(A) tags und 60 dB(A) nachts erreicht bzw. sogar weitgehend überschritten. Es gibt einen Rechtsanspruch der von Verkehrslärm Betroffenen auf Einschreiten der Behörde bei gesundheitsgefährdenden Grenzwertüberschreitungen.
  41. Warum stellen uns die Lärmkontingente nicht zufrieden? Weil sie nur die eine Seite der Medaille zeigen: Diese Lärmkontingente haben einen direkten Bezug zur Flächengröße des Industriegrundstücks, da eine größere Fläche bei gleich hohem Kontingent einen  - absolut gesehen - höheren Schallleistungspegel und damit höhere Lärmemissionen bedeutet. Will sagen: Je größer die Betriebsfläche, desto lauter darf die Fabrik sein!
  42. Aus welchen Gründen ist es Bürgern seit kurzer Zeit nicht möglich, Protokolle aus öffentlichen Sitzungen vor 2017 (im Bürger-Informationssystem ALLRIS) einzusehen?
  43. Wie lange dauert es normalerweise, bis Sitzungsprotokolle (im Bürger-Informationssystem ALLRIS) nachgelesen werden können?
  44. Gibt es Minimalanforderungen bei der Anfertigung von Sitzungsprotokollen für Ausschuss- und Stadtvertretersitzungen? Darf es sein, dass lebhafte Debatten mit ein bis zwei beschreibenden Sätzen "protokolliert" werden, die keinerlei inhaltliche Substanz haben? (Wie z.B. sinngemäß: "Bürger haben Fragen gestellt, die ausführlich beantwortet wurden."?)
  45. Ist schon bekannt, wann die von Herrn Bürgervorsteher Kornelius zugesagte Bürgerversammlung zum Thema "geplantes neues Industriegebiet am Bahnhaltepunkt" stattfindet?
  46. Wer ist eigentlich verantwortlich dafür, dass Bauwillige in Wahlstedt Grundstücke zum Quadratmeterpreis bis zu € 120,- zahlen müssen, während Industrieflächen zum Quadratmeterpreis von  € 18,50  verkauft wurden?
  47. Stimmt die Nachricht von LN-online (21.07.2015), dass ein solcher Industriekunde im künftigen Brechwerk ganze  v i e r  Arbeitsplätze schaffen will?
  48. Acht (8) neue Arbeitsplätze (Basses Blatt, 27.06.2018, S. 13) und einen Fuhrpark von 40 LKW (Sattelkipper für Asphalt und anderes Straßenbaumaterial) bietet ein Braunschweiger Transportunternehmen an, das sich neben dem Asphaltmischwerk in der Industriestraße 10 niedergelassen hat. Zahlt der Unternehmer für seine Wahlstedter Filiale  auch schon Gewerbesteuern und Straßenausbaubeiträge?
  49. Hat sich unsere Lokalpolitik schon einmal mit dem Bundesprogramm zur Förderung Biologischer Vielfalt (Bundesamt für Naturschutz) beschäftigt? (www.bfn.de/bundesprogramm foerderung.html) - Bad Oldesloe z.B. ist neben vielen anderen Orten schon daran beteiligt, um vom Fachwissen der Experten zu profitieren!
  50. Gibt es einen Umwelt-Sachstandsbericht für Wahlstedt, mit dem man Umweltveränderungen in unserer Stadt feststellen könnte? Wäre es denn nicht Aufgabe unseres Umweltausschusses, ein solches Projekt zu initiieren?
  51. Welchen Stellenwert hat eigentlich die Umwelt in der Wahlstedter Politik?
  52. Gibt es inzwischen einen Orts-Naturschutzbeauftragten in Wahlstedt?
  53. Warum tagt der Umweltausschuss so selten, als gäbe es nur wenig Bedarf für Einflussnahme auf ökologische Belange in unserer Stadt?
  54. Welcher Politiker und im Bauamt der Stadt Wahlstedt Tätige kennt die Tragweite der DIN 45691, auf deren Grundlage seit 2006 üblicherweise schalltechnische Untersuchungen vorgenommen werden?
  55. Ist diesen Funktionsträgern (Nr. 54) überhaupt bekannt, ob ihre Gutachter diese und andere übliche Verfahrensweisen angewendet haben?
  56. Wer haftet für Schäden, die durch fehlerhafte Planungsgutachten entstehen?
  57. Nach wie vor wurden/werden uns regelmäßig Fledermäuse, Kraniche, Rotmilan und andere Greifvögel im Planungsgebiet am Bahnhof und Umgebung gemeldet. Haben unsere Politiker, Verwaltungskräfte und deren Gutachter sie schon abgeschrieben?
  58. Sind unseren Lokalpolitikern und der Stadtverwaltung einschlägige Publikationen von Umweltverbänden zum Thema "nachhaltige Siedlungsentwicklung" geläufig? (Als PDF-Dateien im Internet unter www.nabu.de)
  59. Ist den Stadtvertretern bekannt, dass ein fehlerhaftes Lärmgutachten einen Bebauungsplan angreifbar machen kann, wenn z. B. dadurch die benachbarte Wohnbebauung  zu hohen Lärmwerten ausgesetzt wird? (OVG Berlin-Brandenburg, Urteil v. 29.04.2014, Az. 10 A 8.09).
  60. Warum dauert es so lange, bis das Protokoll der Einwohnerversammlung  (29.August 2018) vorliegt? In dieser Versammlung gab es interessante Beiträge  - wie z.B. eine Abstimmung mit deutlicher Mehrheit der Anwesenden, die Stadtvertreter mögen sich noch einmal mit dem Thema „Ansiedlung eines neuen Industriegebietes am Bahnhof“ öffentlich befassen.
  61.  Laut Hauptsatzung der Stadt Wahlstedt sollten sich die Stadtvertreter in der der Einwohnerversammlung (29.08.2018) folgenden Sitzung (10.09.2018) mit dem Thema „Ansiedlung eines neuen Industriegebietes am Bahnhof“ befassen. Warum ist das nicht geschehen?
  62. Darf eine Kommune monatelange Verstöße gegen Boden- und Wasserschutzgesetze (Hier: Flächendeckendes Abstellen nicht zugelassener Altfahrzeuge auf der grünen Wiese eines Gartens -  abgesperrt durch einen defekten Maschendrahtzaun und damit für jedermann zugänglich) offiziell dulden, weil es sich um ein Privatgrundstück handelt? --- Der Bußgeldkatalog sieht hohe Geldstrafen in fünf- bis sechsstelliger Höhe vor, wenn Boden oder Grundwasser durch auslaufende Kraftfahrzeug-Betriebsstoffe verseucht werden. Noch unverantwortlicher ist diese Duldung in direkter Nachbarschaft von Wohnbebauung, von einer Senioren-Wohnanlage, von einer Kindertagesstätte und einem Supermarkt, keine 100 Meter vom Rathaus entfernt. --- Anderenorts wäre diese Stellfläche vermutlich sicherheitshalber binnen weniger Tage geräumt worden.
  63. Warum nimmt Wahlstedt nicht - wie schon 250 andere Städte und Gemeinden -  an der Aktion "Pestizidfreie Kommune" (bund.net/umweltgifte/pestizide...) teil, um etwas für Wildpflanzen und Insekten zu tun? Es gibt dazu eine kostenfreie pdf-Datei, u.a. über thermische und mechanische Alternativen!
  64. Welchen Immissionen werden wir ausgesetzt sein, wenn ein Betrieb in der Holsteinstraße sich vergrößert, um täglich von 6.00 Uhr bis 20.00 Uhr – auch Samstags -  Schrottautos einschließlich Elektrokabeln und Katalysatoren zu zerlegen? Die Antwort könnte lauten: Viel Lärm, störendes nächtliches Licht und  belasteter Feinstaub (Dioxine, Furane u.a. Schadstoffe), sowie deutlich höheres Verkehrsaufkommen durch Transitverkehr und durch Verlade- und Demontagearbeiten im Freigelände! (07.10.18)
  65. Kommt nun Lactoprot nach Wahlstedt oder nicht? (Sitzungsprotokoll des ZVM Segeberg - Wahlstedt vom 05.12.2017: "Herr Bonse berichtet über den aktuellen Sachstand zur Ansiedlung der Firma Lactoprot." ) Steigen dann die Wasserpreise und Abwassergebühren? (09.10.18)
  66. Wie soll man dies deuten? a) Die Stadt Wahlstedt teilt in einer Sitzung mündlich durch einen  Ausschuss-Vorsitzenden (am 18.09.18) mit, am 11.10.2018 solle eine außerordentliche Sitzung (ausschließlich zum Thema "Industrie-Ansiedlung am Bahnhof") stattfinden. Es erfolgt dazu aber keine offizielle Pressemitteilung oder Bekanntgabe über das Bürgerinformationssystem ALLRIS. b) Auf mehrfache Nachfrage im Rathaus folgt am 01.10.2018 die Auskunft, man habe den Termin auf den 06.11.2018 verschoben. Auch diesmal gibt es bis heute (24.10.18) für interessierte Bürger keine Pressemitteilung dazu oder den Hinweis auf die Tagesordnung der neuen außerordentlichen Sitzung im Sitzungskalender der Stadt-Website. c) Die Informationen der INITIATIVE WAHLSTEDT über den erstgenannten Termin waren schon vor dem Dementi durch eigene Presse-Annoncen und Handzettel veranlasst. d) Nun haben wir auch die Nachricht der Terminverschiebung via Presse und Handzettel veranlasst und Bürger vor Ort informiert, die zum Sitzungstermin am 11.10. erschienen. Immerhin hing ein anonymer Zettel am Eingang.. .Wäre das alles nicht eigentlich die Aufgabe der Stadt gewesen? ("Honni soit qui mal y pense." - Ein Schelm, der Böses dabei denkt?) (24.10.18)
  67. Wann erhalten Wahlstedter Bürger die zugesagte Einsicht in Protokollunterlagen, die die Stadt im Rahmen der Wahlstedter Einwohnerversammlung (29.08.2018)  hat anfertigen lassen? (21.10.18)
  68. Kunststoff-Recycling erspart den Einsatz kostbarer Rohstoffe. Welche Immissionen könnten unsere Zukunft begleiten, wenn ein Kunststoff-Recycling-Werk seine Produktion aufnimmt und vielleicht auch gleich zurückgewonnenes Rohmaterial weiterverarbeitet (Fenster, Türen, Gartenmöbel...) ? (13.10.18)
  69. Warum dauert es fast 4 Wochen, bis ein im Rathaus abgegebener Brief den Umweltausschuss erreicht? (17.11.18)
  70. Kennen Wahlstedter Bürger und Politiker die Stiftung Klimawald? (http://www.stiftung-klimawald.de/) (20.11.18)
  71. Wie in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung (08.01.2019) bekanntgegeben, hat die Stadt Wahlstedt am 02.01.2019 eine Stellungnahme zur Windkraft abgegeben. - Wir fragen uns: Warum so spät? (Ablauf der Eingabefrist: 03.01.2019) Und: In welchen Gremien wurde diese Frage diskutiert? Warum hat man die Bürger bei der Entscheidungsfindung ausgeklammert? (10.01.2019)
  72. Wie hoch sind die Schulden in Wahlstedt und anderswo? Antworten haben wir hier gefunden: segeberger-zeitung.de/schuldenatlas

Das von der Stadt Wahlstedt in Auftrag gegebene Gutachten wurde durch Fachleute sicher wissenschaftlich korrekt erstellt. Trotzdem gibt es bei jeder Beurteilung stets Ermessens-Spielräume und verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Dies soll hier diskutiert werden.


Generell: Die Aussagekraft der Daten ist abhängig vom Zeitpunkt der Untersuchung im Jahresrhythmus und von der Dauer der Erhebung bzw. von ihrer Vollständigkeit.

Wurden diese Kriterien stets ausreichend erfüllt?


Vielfach erfolgen Aussagen nicht auf Grund eigener Untersuchungen, sondern basieren auf Literaturrecherche.

Das bedeutet, dass ältere Befunde zugrunde gelegt werden, die dem aktuellen Stand nicht entsprechen müssen. Reicht das?

Die Aussagen und Bewertungen bei den gefährdeten/geschützten Arten (z.B. Amphibien, Reptilien) fallen besonders knapp aus, sind naturgemäß ja auch nicht ohne hohe Kosten und großen Zeitaufwand zu ermitteln. Hier entscheidet dann wohl der Auftraggeber über den erwünschten Kostenrahmen, aber auch daüber, welche brisanten Aspekte besser nicht publiziert werden sollen.

Welche Auswirkungen hat das auf verlässliche Ergebnisse?


Wiederholt verwendet das Gutachten naturgemäß Floskeln wie „mit hoher Wahrscheinlichkeit“, „wahrscheinlich“ oder hält Befunde für artenschutzrechtlich irrelevant.

Folgerungen des Lesers: Manche Befunde basieren auf Vermutungen schließen auf den ersten Blick potenziell mögliche Folgeschäden bei Flora/Fauna aus.

  1. Wie trennscharf sind dann die Aussagen, die über Leben und Tod entscheiden?
  2. Und außerdem: Sind „nicht relevante Vorkommen“ frei zur Vernichtung?
  3. Das Gutachten räumt ein, dass die Baumaßnahmen „Auswirkungen auf Arten“ haben.

Die Auswirkungen: „Dauerhafter Lebensraumverlust“ (Überbauungen), „Störungen und Scheuchungen“ sowie „Tötungen“, außerdem „Verlust regelmäßiger Fortpflanzungsstätten“, ferner „erheblichen Gehölzverlust“ (S. 44 – 51).

Gartenschnecke

Weinbergschnecke, Rasen

Kröte

Maulwurf

Blattwanze

Raupe eines Schmetterlings


Schließlich muss sich der Leser fragen,

  1. ob die in der abschließenden Bewertung (S. 48 - 63) vorgestellten naturschutzrelevanten Eingriffsmethoden (z.B. Bauzeitenregelung, S. 49, vorbereitende Maßnahmen, Ausgleichsgebiete) beim Bau auch fachkompetent und lückenlos überwacht, protokolliert und dokumentiert werden.
  2. wie viele Jahre es dauern wird, bis die frisch angelegten Ersatzflächen den zerstörten ebenbürtig sind.

Der Initiative Wahlstedt ist bekannt, dass mindestens ein weiteres Umweltgutachten für das Planungsgebiet in Auftrag gegeben wurde, das der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht wurde.

Warum hält man dieses Gutachten zum Naturschutz zurück?

Unsere Recherchen ergaben, dass der NABU schon seit 2015 fordert: „Schluss mit den Gefälligkeitsgutachten!“ Er schreibt weiter, dass bei Planungen mit naturschutzrechtlicher Relevanz ökologische Gutachten nicht von den Planern in Auftrag gegeben werden sollen, sondern von den zuständigen Fachbehörden.

„Die Finanzierung der Gutachten haben wie bisher die Planungs- bzw. Vorhabensträger zu übernehmen. Der Bund und die Länder werden aufgefordert, unverzüglich die dafür notwendigen rechtlichen Änderungen vorzunehmen.“

Die Begründungen des NABU für diese Forderungen enthüllen eine ernüchternde Praxis unglaublicher gutachterlicher Methoden,  himmelschreiender Inkompetenz von Sachbearbeitern, geschönten und unter wirtschaftlichem Druck erstellten Stellungnahmen, die man am besten im Original lesen sollte:

http://schleswig-holstein.nabu.de/news/2015/19810.html