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LKW- Transporte zum Betrieb einer Asphaltmischanlage

Vom Umweltnetzwerk (siehe unten) wurden am Beispiel einer Muster- Asphaltanlage die jährlichen Durchsatzmengen an benötigten Einsatzstoffen zur Asphaltproduktion berechnet.  Aus diesen Basisdaten wurden die durchschnittlichen Lkw-Transporte für die Asphalte ermittelt. ...weiterlesen "Modellberechnung für LKW-Verkehr zum Betrieb einer Asphaltmischanlage"

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Besuchen Sie bitte die Stadtvertreter-Sitzung am

Montag, dem 12. November um 19.00 Uhr in der Begegnungsstätte.

AB 18.15 UHR TREFFEN WIR UNS WIEDER ZUR DEMONSTRATION VOR DEM GEBÄUDE.

Wie bekanntgegeben, sollen die Pläne für das neue Industriegebiet am Bahnhof beschlossen werden. Hier haben Sie nochmals Gelegenheit zur Stellungnahme als Betroffene. Nutzen Sie Chance zu zeigen, welche Sorgen viele wache Bürger Wahlstedts haben.

Auch nach Beschluss der Pläne haben wir Gelegenheit, Einwände zu erheben: Wenn „im Frühjahr“ (Auskunft des Bauamtsleiters Herrn Maaß) die Pläne erneut ausgelegt werden. So besteht noch Hoffnung auf nachbarschaftliche Beteiligung.

Erscheinen Sie zahlreich!

Ihre

www.initiative-wahlstedt.de

 

Foto: Die Initiative Wahlstedt demonstrierte vor der Begegnungsstätte gegen das geplante Industriegebiet.
Die Initiative Wahlstedt demonstrierte vor der Begegnungsstätte gegen das geplante Industriegebiet. Quelle: Michael Stamp
 

An die Stadt Wahlstedt

Markt 3

23812 Wahlstedt

Wahlstedt, den 17.10.2018

Betreff:  Sitzung des Umweltausschusses am 25.10.2018 / Fragen und Anregungen der Bürger

Fragen an den Umweltausschuss der Stadt Wahlstedt

  1. Welche konkreten Schritte haben Sie / die Stadt unternommen, um einen Ortsnaturschutzbeauftragten zu finden?
  2. Welche Stellungnahme haben Sie / die Stadt zum neuen Landschaftsrahmenplan abgegeben?
  3. Nach welchen Kriterien werden die Grünanlagen der Stadt Wahlstedt gepflegt?
  4. Welche Umweltschutzmaßnahmen hinsichtlich des Insektensterbens sind von Ihnen / der Stadt in Betracht gezogen worden?
  5. Welche Schritte wollen Sie / die Stadt unternehmen, um Wahlstedts Bürger vor dem zunehmenden Verkehrslärm zu schützen?
  6. Welche Schritte haben Sie unternommen, um die Bürger zu schützen, die entlang der Kieler Straße wohnen und für die nachweislich Ihres Lärmschutzgutachtens Gefahr für ihre Gesundheit besteht?
  7. Wann bekommt die Stadt einen Lärmaktionsplan?

Mit freundlichen Grüßen…


 KOMMENTAR: Leider wurde der Ausschusstermin vom 25.10.18 vertagt; daher sind wir noch gespannt auf die Antworten. (Nächster Termin: 15.11.18)

Ergänzung vom 17.11.18: Am 15.11.18  wurde uns mitgeteilt, unser Schreiben vom 17.10.18 habe den Ausschuss erst gerade erreicht. (Nächster Termin:  Januar 2019?)

Segeberger Zeitung, 31.08.2018

 

Seit Monaten befassen sich Eva und Albert Holm mit den Planungen an der Kieler Straße - kein Wunder also, dass die Eheleute aus dem Rüßweg auch bei der Einwohnerversammlung zu den Wortführern gehörten. (weiter lesen...)

Alte Buche im geplanten neuen Industriegebiet
Alte Eiche im geplanten neuen Industriegebiet

Im Zuge der Gewerbe- und Industrieansiedlung am Wahlstedter Bahnhof ist beabsichtigt, zahlreiche wertvolle alte Bäume zu vernichten, weil sie an unpassender Stelle stehen. Im ersten Anlauf sind es 54 von 56 Stück; zwei wurden bereits „entfernt“. Den 56 könnten später weitere folgen.

Zwei Mitstreiter unserer Initiative waren dort unterwegs, um hier exemplarisch ein provisorisches Baumkataster zu erstellen. Im überplanten Bereich fanden sie beispielsweise 15 Wappenbäume der Stadt Wahlstedt und eine stattliche Buche:

(In Klammern jeweils: Ungefähres Alter +/- 10% gemäß baumportal.de*)

Nr. 1: Eiche, Umfang 3,45 m  ---  (272 Jahre alt)

Nr. 2: Eiche, Umfang 2,81 m (221…)

Nr. 3: Buche, Umfang 3,90 m (229…)

Nr. 4: Eiche, Umfang 2,86 m (225…)

Nr. 5: Eiche, Umfang 3,65 m (240…)

Nr. 6: Eiche, Umfang 3,00 m (236…)

Nr. 7: Eiche, Umfang 4,00 m (315…)

Nr. 8: Eiche, Umfang 2,53 m (199…)

Nr. 9: Eiche, Umfang 3,25 m (256…)

Nr. 10: Eiche, Umfang 3,32 m (262…)

Nr. 11: Eiche, Umfang 2,60 m (212…)

Nr. 12: Eiche, Umfang 2,20 m (173…)

Nr. 13: Eiche, Umfang 3,03 m (239…)

Nr. 14: Eiche, Umfang 2,75 m (217…)

Nr. 15: Eiche, Umfang 3,84 m (303…)

Nr. 16: Eiche, Umfang 2,80 m (221…)

Nr. 17: Eiche, Umfang 2,60 m. (205..-)

Es handelt sich somit um eine erhebliche Menge altehrwürdiger Bäume. Andernorts würde man sie womöglich unter Naturschutz stellen. Fast alle von ihnen stehen schon seit über 200 Jahren, zwei gar seit über 300  Jahren auf ihrem Platz.

Ihr Gesamtumfang beträgt 52,59 Meter (Als einzelner Baum gerechnet, wäre dieser dann heute 4.120 Jahre alt). Das Gesamtalter aller 54 Bäume, einzeln gerechnet, ist schwer zu ermitteln. Exakt ist das ja erst nach dem Fällen anhand der Jahresringe möglich.

Das Wappen der Stadt Wahlsted
Das Wappen der Stadt Wahlstedt: Bewurzelter Eichenstumpf mit vier Zweigen

Es handelt sich (für alle von Nr.1 bis Nr. 17 in Klammern exakt addiert) um  das Gesamtalter 4025 Jahre.  4025 dividiert 17 durch ergibt ein Durchschnittsalter von 237 Jahren. Multipliziert mit der Gesamtzahl 54 (Rest-Exemplare) ergäben sich ca. 12.798 Baum-Lebensjahre. (Natürlich grob gerechnet, da wir nur 17 von 54 Bäumen ermittelt haben.)

In ca. 237 Jahren könnten die 54 Ersatzbäume im Ausgleichsgebiet (Klein Gladebrügge) dann vielleicht Menschen Freude bereiten und Tieren Nahrung und Unterschlupf bieten -  falls beim jetzigen Schuldenstand im Wahlstedter Haushalt das Geld für Aufforstung und Pflege noch reicht!

Wahrscheinlicher ist eher, dass sie nach 25 Jahren Bestandsschutz zu Feuerholz verarbeitet werden. Oder sind sie dann verdorrt wie 2018 ein Großteil der Neuaufforstung im Gildewald in Wahlstedt?

Vielleicht könnten sie lange vorher in zunehmend heißen Sommern verbrennen, Schädlingen oder Umweltbelastungen (Gifte in Luft oder Boden; Abgase, Feinstaub, Streusalz) zum Opfer fallen.

Wer weiß das schon? Und überhaupt: Wen interessiert’s?


  • Über Bäume und ihr Lebensalter* : www.baumportal.de/baumalter-bestimmen

 

Einer unserer Mitstreiter, Herr Werner Fürste aus Wahlstedt, besuchte am 4. September eine mobile Steinbrechanlage in Hamburg und hatte Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit der Bauleitung.

Auf einer Fläche von ca. 100 mal 100 Metern wird am Überseering Nr. 30 ein ehemaliges Verwaltungsgebäude abgerissen. Gegenwärtig werden Keller und Fundamente inklusive der Stahlarmierung ausgekoffert sowie Beton und Stahl  voneinander getrennt. Dabei entstehen „schnelle Schallpegelvariationen um 80 dB(A)“  – (Schallpegelmessgerät Standard EN 60 651) – in den angrenzenden Bürogebäuden „höllisch laut“.

  • Beschäftigte: Zwei Handwerker.
  • Je Arbeitstag falle ein Ertrag von 1000 Tonnen an, der mit 40 Schwerlastwagen täglich abtransportiert werde. Nur unter diesen Rahmenbedingungen sei ein wirtschaftliches Arbeiten möglich.

Der Verkaufserlös liege zwischen vier und acht Euro je Tonne (qualitäts-, nachfrage- und wettbewerbsabhängig).

Besuche sind nach Absprache möglich.

  • Einen Besuch haben wir am 06.09.18 den Vertretern des Hauptausschusses - im Beisein des Bürgermeisters Herrn Bonse und des Bauamtsleiters Herrn Maass – vorgeschlagen. Interesse seitens der Anwesenden wurde nicht bekundet, da es sich um eine Anlage ohne Einhausung handelt.
  • Ob dann wohl im geplanten Werk an der Holsteinstraße alle Betriebsbereiche eingehaust werden?

 

 

Segeberger Zeitung, 05.09.2018

Wer von der A21 aus nach Wahlstedt hinein fährt, kommt an einer Reihe von Todesanzeigen vorbei, die an Bäumen befestigt worden sind. Damit wollen Anwohner gegen die Abholzung und zugleich den Bau eines Gewerbe- und Industriegebiets mobil machen – allerdings hängen die Zettel an den falschen Bäumen. (weiter lesen...)

"Stellungnahme zur Schalltechnischen Untersuchung zum Bebauungsplan Nr. 32 der Stadt Wahlstedt, Projektnummer: 16249 vom 11. Januar 2018 der LAIRM CONSULT GmbH" vom 01.08.2018/118SST065"

(Ein Klick auf das Bild öffnet das Dokument)

Plausibilitätsprüfung

 

Brief Nr. 4 – August 2018

Liebe Mitbürger,

wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wo Industrie angesiedelt wird, muss man sich mit großflächiger Vernichtung von Lebensraum für Flora und Fauna (also auch für uns) abfinden.

Noch mehr Späne fallen dann in der Folgezeit: Immissionen -  auch nachts - durch ständigen Lärm (Produktion, Filteranlagen, Ladeverkehr, Infrastruktur…), nächtliches Licht, (Fein-)Staub und gesundheitsschädliche Abgase sowie Geruchsbelästigungen.

Ach was, wir haben doch strenge rechtliche Auflagen (wie Bundesimmissionsschutzgesetz und dessen Verordnungen) zum Schutz der Menschen und der Umwelt vor schlimmen Folgen. Also alles eine Frage der zulässigen Grenzwerte und verlässlichen Kontrollen!

Auflagen bei der Planung gibt es doch schon im Vorfeld durch aufwendige und teure Umweltgutachten.

Anmerkung: Nach landläufigem Verständnis ist ein ‚Gutachten‘ die Aussage eines Sachverständigen“. „Der Begriff ‚Gutachten‘ ist weder eine geschützte Bezeichnung, noch hat er eine besonders herausgehobene prozessrechtliche Bedeutung“. (Wikipedia)

Die INITIATIVE WAHLSTEDT hat bei einem unabhängigen Institut eine Plausibilitätsprüfung* in Auftrag  gegeben. Im folgenden Text  finden Sie einige Ergebnisse.

Bei interessegeleiteten  Planungen ist die Versuchung groß, zur Kostenersparnis Prüfungsverfahren zu verkürzen. Oder bei Wahl der Methoden Wege zu finden, durch die unerwünschte Befunde scheinbar harmloser aussehen und passend gerechnet werden.

Auf dünnem Eis: Teile des Bebauungsplans für das Gebiet am Bahnhof

Beim „Lärmgutachten“ der Stadt Wahlstedt (vom 11.01.18)  gingen „Gutachter“ vor wie folgt:

Sie („Gutachter“) umgehen die seit 2006 übliche aktuelle Vorgehensweise bei Lärmberechnungen (DIN 45691) und wenden ein älteres Verfahren an,  das sich in der Vergangenheit als unzulänglich erwies.

  1. Dadurch berechnen sie zusätzlich die Bodendämpfung ein, die höhere Geräuschemissionen erlaubt.
  2. Dabei wählen sie eine für viele Schallquellen unrealistisch niedrige Quellhöhe (einen Meter über dem Boden) und errechnen so eine besonders hohe Bodendämpfung.
  3. Sie ignorieren ein schon bestehendes Lärmkontingent (plangegebene Vorbelastung), das ohne Beschränkung genutzt werden darf und unterstellen gleichzeitig eine um 50% niedrigere nächtliche betriebliche Auslastung.
  4. Sie geben rechnerisch Emissionskontingente (S.11, Tabelle 6 des „Gutachtens“) vor, die mit der Ausweisung als Industriegebiet „nicht gebietsverträglich“ sind, denn Betriebe müssen sich durch Festlegung eines Industriegebiets im städtischen Bauleitplan sowieso n u r  an übliche empfohlene Schallleistungspegel halten.
  5. Sie unterlassen es, Emissionskontingente für bereits vorhandene Betriebe zu prüfen und verschweigen so mögliche Überschreitungen von Schallleistungspegeln.
  6. Sie verzichten auf Ermittlung von Verkehrslärmimmissionen durch die geplanten Straßen innerhalb des B-Plans 32, die sich an bestimmten Stellen (IO 01- 03) ergeben.

 Hinzu kommt: Das „Gutachten“ verzichtet bei seinen Aussagen auch darauf,  Zeiten besonderer Lärmempfindlichkeit (6.00 - 7.00 Uhr, 20.00 – 22.00 Uhr) zu berücksichtigen.

Die Kontrollen der anzusiedelnden Betriebe sollen ebenfalls mit dem nicht mehr gültigen Verfahren erfolgen!

Sie weisen ferner nicht darauf hin, dass –abhängig von der Größe der Industriefläche – von jedem Quadratmeter dieses Industriegebietes Geräuschimmissionen von mehr als 100 dB(A) ausgehen dürfen!

Wir müssen davon ausgehen, dass die Geschicke der Stadt Wahlstedt in den Händen gut informierter Lokalpolitiker und qualifizierter Verwaltungskräfte liegen. Dann aber fragen wir uns:

HABEN UNSERE LOKALPOLITIKER UND IHRE VERWALTUNG DIESES VORGEHEN DER LÄRMGUTACHTER DURCHSCHAUT UND GEBILLIGT,  INDEM SIE TROTZ DIESER MÄNGEL DER  AUFSTELLUNG DER BEBAUUNGSPLÄNE ZUGESTIMMT HABEN?

Otto Normalverbraucher könnte denken, dass durch die Umwelt“gutachten“ der Stadt Wahlstedt zum Bebauungsplan keine Umweltgefahren (z.B. kein weiterer Lärm) drohen.

Die Gutachter der INITIATIVE WAHLSTEDT aber sagen: „Es ist daher eine neue Kontingentierung streng nach DIN 45691 durchzuführen.“

Ähnliche Befürchtungen hatten wir schon vor Monaten, als wir beschwichtigt wurden mit Äußerungen wie „Wir haben doch extra ein Lärmgutachten erstellen lassen“, „Das ist alles noch in der Planung“ und „Bisher ist nichts entschieden.“ Aber schon damals kannten die Planer die „Gutachten“ und wollten sich nicht auf eine Negativliste festlegen.  Hierzu sagt das Stichwort Wirtschaft auf der Internet-Seite der Stadt Wahlstedt:

„Vorteilhaft für die Ansiedlung von Betrieben sind nicht nur baurechtlich günstige Voraussetzungen(…)…plant die Stadt eine Erweiterung des vorhandenen Industriegebiets KIELER STRASSE sowie neue Gewerbeflächen im Süden der Stadt.“

Mit freundlichen Grüßen, Eva und Albert Holm , 18.08.18


 *Quelle:Stellungnahme zur schalltechnischen Untersuchung zum Bebauungsplan Nr. 32 der Stadt Wahlstedt: Projektnummer 16294 vom 11. Januar 2018 (der LAIRM CONSULT GmbH)