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3700 Güterwaggons (Fassungsvermögen: je 55 Tonnen) könnte der Feinstaub füllen, der binnen eines Jahres in Deutschland in der Luft schwebt.

Ca. die Hälfte davon besteht aus Teilchen in der Größe unter 2,5 Mikrometer (Besonders gefährlich, da sie über die Lunge in den Blutkreislauf gelangen können).

Ultrafeinstaub (Partikel unter 100 Nanometer) halten Wissenschaftler für noch gefährlicher, weil sie bis ins Gehirn dringen können.

Falschinformationen brachte kürzlich Dieter Köhler (früher DGP; Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin) in Umlauf: Maßlos überschätzt seien die Gesundheitsgefahren, die durch Feinstaub und Stickoxide drohen. Geltende Grenzwerte seien nicht zu hoch, sondern zu niedrig.

Barbara Hoffmann (Umwelt-Epidemiologin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) hält dagegen: „Die Grenzwerte für Feinstaub sind zu hoch.“ Hoffmanns Meinung stützt sich u.a. auf eine Studie der DGP mit 451 wissenschaftlichen Referenzen und dem Fazit, dass für die Bevölkerung in Deutschland bislang kein optimaler Schutz vor Erkrankungen besteht, die durch Luftverschmutzung verursacht werden.  

Neu zugelassene Benzin-Direkteinspritzer gelten als besonders umweltfreundlich. Sie sparen bis zu 15 Prozent Treibstoff. EMPA (Schweizer Forschungsinstitut) stellte fest, dass diese Autos - in der Regel bisher ohne Filtereinbau - 64mal so viel Ultrafeinstaub ausstoßen wie ein Euro-5-Diesel mit Partikelfilter. 

Ultrafeinstaub ist besonders geeignet, Giftstoffe in den Körper zu leiten. Bei Autoabgasen sind „genotoxisch wirkende PAK“ (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) beteiligt, ebenfalls giftige Metalloxide.

Wolfgang Junkermann (Institut für Technologie, Karlsruhe): „Kohlekraftwerke und Raffinerien sind die stärksten Einzelquellen  für ultrafeine Partikel.“

Beispiel des Kohlekraftwerks Boxberg (Lausitz): Bis zu 85 000 Partikel pro Kubikzentimeter hat Junkermann in der Abluft gezählt. „Solche Partikel greifen in den Wasserkreislauf ein. Sie können Trockenheit, aber auch Starkregen hervorrufen.“

A. Holm

      (Quelle: DER SPIEGEL NR. 6/2.2.19, Seite 102-105)

Haben Sie schon einmal unter der Rubrik...

→ AKTIONEN Immissionskataster → Meldungen zum Immissionskataster

gelesen, was aufmerksame Mitmenschen in unserer Lebensumwelt wahrnehmen?

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Dr.-Hermann-Lindrath-Straße, 30.11.2018

LKW- Transporte zum Betrieb einer Asphaltmischanlage

Vom Umweltnetzwerk (siehe unten) wurden am Beispiel einer Muster- Asphaltanlage die jährlichen Durchsatzmengen an benötigten Einsatzstoffen zur Asphaltproduktion berechnet.  Aus diesen Basisdaten wurden die durchschnittlichen Lkw-Transporte für die Asphalte ermittelt. ...weiterlesen "Modellberechnung für LKW-Verkehr zum Betrieb einer Asphaltmischanlage"

Im Bundesvergleich liegt Schleswig-Holstein nur auf Platz 12 von 16 (betreffend Verkehrssicherheit, Flächenverbrauch, Luftqualität und Lärm)

„Eigentlich müsste Schleswig-Holstein als Flächenland mit frischem Wind ganz gute Chancen beim Bundesländerindex Mobilität und Umwelt haben. Dennoch landet das Land bei dem bundesweiten Ranking erneut im unteren Drittel – auf Platz 12….“ *

Darum fordert Schleswig-Holsteins BUND dringende Konsequenzen.

...weiterlesen "Im Bundesvergleich liegt Schleswig-Holstein nur auf Platz 12"

Metallschrott

Ja, er kann!

Welche verheerenden Auswirkungen ein Vollbrand in der Wahlstedter Schrotthandelsfirma hätte, zeigt die Branddokumentation, die uns freundlicherweise Herr Koch zur Verfügung gestellt hat.

Natürlich ist die Größe des Wahlstedter Betriebes nicht mit der Firma TSR in Quenzsee / Brandenburg vergleichbar. Dennoch ist es wichtig, sich über die Brandgefahren zu informieren und Vorsorge zu treffen. Nicht jede Wehr ist für solche großflächigen Großbrände (mit verschiedensten Gefahrstoffen) in Betrieben ausgerüstet und vorbereitet.

Die Firma TSR Recycling GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen der REMONDIS-Gruppe. Am Quenzsee waren die örtlichen Feuerwehren überfordert. Beim mehrtägigen Einsatz wurden einige Feuerwehrleute verletzt.

Datei herunterladen:

UNW_Großbrand_Metallshredder-Quenzsee

Ergänzende Hinweise: (Wahlstedt, den 30.10.2018)

Uns liegt eine weitere Branddokumentation aus einer Autoaufbereitungsanlage aus Baden-Württemberg vor.

Dies ist der Brand, bei dem der dortige Bürgermeister einem Umweltbüro in Hamburg berichtet hatte, dass die Gemeinde auf den Kosten in Höhe von 2 Millionen Euro sitzen blieb, die beim Löscheinsatz von Hilfskräften, u.a. THW, Feuerwehren und Sanitätern, nicht abgedeckt waren.

Glück im Unglück: Eine Brandausbreitung auf das benachbarte Kompost- und Altholzverarbeitungswerk konnte verhindert werden.

Hauptsächlich Geschädigte waren die Landwirte der näheren Umgebung, deren angebaute Lebensmittel (u.a. Getreide, Kartoffeln) wegen der Schadstoffeinträge in den Boden nicht verkauft werden durften.

 

 

Einer unserer Mitstreiter, Herr Werner Fürste aus Wahlstedt, besuchte am 4. September eine mobile Steinbrechanlage in Hamburg und hatte Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit der Bauleitung.

Auf einer Fläche von ca. 100 mal 100 Metern wird am Überseering Nr. 30 ein ehemaliges Verwaltungsgebäude abgerissen. Gegenwärtig werden Keller und Fundamente inklusive der Stahlarmierung ausgekoffert sowie Beton und Stahl  voneinander getrennt. Dabei entstehen „schnelle Schallpegelvariationen um 80 dB(A)“  – (Schallpegelmessgerät Standard EN 60 651) – in den angrenzenden Bürogebäuden „höllisch laut“.

  • Beschäftigte: Zwei Handwerker.
  • Je Arbeitstag falle ein Ertrag von 1000 Tonnen an, der mit 40 Schwerlastwagen täglich abtransportiert werde. Nur unter diesen Rahmenbedingungen sei ein wirtschaftliches Arbeiten möglich.

Der Verkaufserlös liege zwischen vier und acht Euro je Tonne (qualitäts-, nachfrage- und wettbewerbsabhängig).

Besuche sind nach Absprache möglich.

  • Einen Besuch haben wir am 06.09.18 den Vertretern des Hauptausschusses - im Beisein des Bürgermeisters Herrn Bonse und des Bauamtsleiters Herrn Maass – vorgeschlagen. Interesse seitens der Anwesenden wurde nicht bekundet, da es sich um eine Anlage ohne Einhausung handelt.
  • Ob dann wohl im geplanten Werk an der Holsteinstraße alle Betriebsbereiche eingehaust werden?

 

 

Wir haben ein Video ausfindig gemacht, das unter folgendem Link betrachtet werden kann:

Video ansehen.

Es demonstriert die Arbeitsweise verschiedener Stationen eines Brechwerks und deren Emissionen.

Der betroffene Bürger stellt sich natürlich Fragen:

  1. Wird vor der Ansiedlung geprüft, ob das Werk nachbarschaftsverträglich ist?
  2. Welche Immissionen und Gesundheitsgefahren gehen von ihm aus?
  3. Welche Vorschriften zum Immissionsschutz, zu deren Dokumentation und zu regelmäßigen Kontrollen gibt es?
  4. Welche Einfluss- und Informationsmöglichkeiten haben wir Bürger ?

Schon bald könnten wir Wahlstedter betroffen sein!

Hinweis: Aktualisierung zum Thema "Altreifenrecycling" ( Abschnitt "Welchen Umweltgefahren und Belästigungen ... sind wir schon heute ausgesetzt?")

"Stellungnahme zur Schalltechnischen Untersuchung zum Bebauungsplan Nr. 32 der Stadt Wahlstedt, Projektnummer: 16249 vom 11. Januar 2018 der LAIRM CONSULT GmbH" vom 01.08.2018/118SST065"

(Ein Klick auf das Bild öffnet das Dokument)

Plausibilitätsprüfung

 

Brief Nr. 4 – August 2018

Liebe Mitbürger,

wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wo Industrie angesiedelt wird, muss man sich mit großflächiger Vernichtung von Lebensraum für Flora und Fauna (also auch für uns) abfinden.

Noch mehr Späne fallen dann in der Folgezeit: Immissionen -  auch nachts - durch ständigen Lärm (Produktion, Filteranlagen, Ladeverkehr, Infrastruktur…), nächtliches Licht, (Fein-)Staub und gesundheitsschädliche Abgase sowie Geruchsbelästigungen.

Ach was, wir haben doch strenge rechtliche Auflagen (wie Bundesimmissionsschutzgesetz und dessen Verordnungen) zum Schutz der Menschen und der Umwelt vor schlimmen Folgen. Also alles eine Frage der zulässigen Grenzwerte und verlässlichen Kontrollen!

Auflagen bei der Planung gibt es doch schon im Vorfeld durch aufwendige und teure Umweltgutachten.

Anmerkung: Nach landläufigem Verständnis ist ein ‚Gutachten‘ die Aussage eines Sachverständigen“. „Der Begriff ‚Gutachten‘ ist weder eine geschützte Bezeichnung, noch hat er eine besonders herausgehobene prozessrechtliche Bedeutung“. (Wikipedia)

Die INITIATIVE WAHLSTEDT hat bei einem unabhängigen Institut eine Plausibilitätsprüfung* in Auftrag  gegeben. Im folgenden Text  finden Sie einige Ergebnisse.

Bei interessegeleiteten  Planungen ist die Versuchung groß, zur Kostenersparnis Prüfungsverfahren zu verkürzen. Oder bei Wahl der Methoden Wege zu finden, durch die unerwünschte Befunde scheinbar harmloser aussehen und passend gerechnet werden.

Auf dünnem Eis: Teile des Bebauungsplans für das Gebiet am Bahnhof

Beim „Lärmgutachten“ der Stadt Wahlstedt (vom 11.01.18)  gingen „Gutachter“ vor wie folgt:

Sie („Gutachter“) umgehen die seit 2006 übliche aktuelle Vorgehensweise bei Lärmberechnungen (DIN 45691) und wenden ein älteres Verfahren an,  das sich in der Vergangenheit als unzulänglich erwies.

  1. Dadurch berechnen sie zusätzlich die Bodendämpfung ein, die höhere Geräuschemissionen erlaubt.
  2. Dabei wählen sie eine für viele Schallquellen unrealistisch niedrige Quellhöhe (einen Meter über dem Boden) und errechnen so eine besonders hohe Bodendämpfung.
  3. Sie ignorieren ein schon bestehendes Lärmkontingent (plangegebene Vorbelastung), das ohne Beschränkung genutzt werden darf und unterstellen gleichzeitig eine um 50% niedrigere nächtliche betriebliche Auslastung.
  4. Sie geben rechnerisch Emissionskontingente (S.11, Tabelle 6 des „Gutachtens“) vor, die mit der Ausweisung als Industriegebiet „nicht gebietsverträglich“ sind, denn Betriebe müssen sich durch Festlegung eines Industriegebiets im städtischen Bauleitplan sowieso n u r  an übliche empfohlene Schallleistungspegel halten.
  5. Sie unterlassen es, Emissionskontingente für bereits vorhandene Betriebe zu prüfen und verschweigen so mögliche Überschreitungen von Schallleistungspegeln.
  6. Sie verzichten auf Ermittlung von Verkehrslärmimmissionen durch die geplanten Straßen innerhalb des B-Plans 32, die sich an bestimmten Stellen (IO 01- 03) ergeben.

 Hinzu kommt: Das „Gutachten“ verzichtet bei seinen Aussagen auch darauf,  Zeiten besonderer Lärmempfindlichkeit (6.00 - 7.00 Uhr, 20.00 – 22.00 Uhr) zu berücksichtigen.

Die Kontrollen der anzusiedelnden Betriebe sollen ebenfalls mit dem nicht mehr gültigen Verfahren erfolgen!

Sie weisen ferner nicht darauf hin, dass –abhängig von der Größe der Industriefläche – von jedem Quadratmeter dieses Industriegebietes Geräuschimmissionen von mehr als 100 dB(A) ausgehen dürfen!

Wir müssen davon ausgehen, dass die Geschicke der Stadt Wahlstedt in den Händen gut informierter Lokalpolitiker und qualifizierter Verwaltungskräfte liegen. Dann aber fragen wir uns:

HABEN UNSERE LOKALPOLITIKER UND IHRE VERWALTUNG DIESES VORGEHEN DER LÄRMGUTACHTER DURCHSCHAUT UND GEBILLIGT,  INDEM SIE TROTZ DIESER MÄNGEL DER  AUFSTELLUNG DER BEBAUUNGSPLÄNE ZUGESTIMMT HABEN?

Otto Normalverbraucher könnte denken, dass durch die Umwelt“gutachten“ der Stadt Wahlstedt zum Bebauungsplan keine Umweltgefahren (z.B. kein weiterer Lärm) drohen.

Die Gutachter der INITIATIVE WAHLSTEDT aber sagen: „Es ist daher eine neue Kontingentierung streng nach DIN 45691 durchzuführen.“

Ähnliche Befürchtungen hatten wir schon vor Monaten, als wir beschwichtigt wurden mit Äußerungen wie „Wir haben doch extra ein Lärmgutachten erstellen lassen“, „Das ist alles noch in der Planung“ und „Bisher ist nichts entschieden.“ Aber schon damals kannten die Planer die „Gutachten“ und wollten sich nicht auf eine Negativliste festlegen.  Hierzu sagt das Stichwort Wirtschaft auf der Internet-Seite der Stadt Wahlstedt:

„Vorteilhaft für die Ansiedlung von Betrieben sind nicht nur baurechtlich günstige Voraussetzungen(…)…plant die Stadt eine Erweiterung des vorhandenen Industriegebiets KIELER STRASSE sowie neue Gewerbeflächen im Süden der Stadt.“

Mit freundlichen Grüßen, Eva und Albert Holm , 18.08.18


 *Quelle:Stellungnahme zur schalltechnischen Untersuchung zum Bebauungsplan Nr. 32 der Stadt Wahlstedt: Projektnummer 16294 vom 11. Januar 2018 (der LAIRM CONSULT GmbH)

Sitzung der Gemeindevertretung der Gemeinde Negernbötel zum Thema "Gewerbegebiet" mit der Stadt Wahlstedt

Bezeichnung: Sitzung der Gemeindevertretung der Gemeinde Negernbötel
Gremium: Gemeindevertretung der Gemeinde Negernbötel
Datum: Do, 23.08.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Feuerwehrhaus Hamdorf, Hamdorfer Dorfstr.7
Sie finden die gesamten Infos unter diesem Link: