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Großeinsatz für die Feuerwehren aus Bad Oldesloe und Umgebung: Am Nachmittag ist eine Entsorgungshalle der Autoverwertung ... in der Industriestraße in Bad Oldesloe in Brand geraten und zerstört worden. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Bad Oldesloe, Rethwischfeld, Poggensee, Seefeld sowie auch Reinfeld waren mit mehr als 100 Rettungskräften im Einsatz. [...]

Ein technischer Defekt verursachte vermutlich einen Brand beim Schrotthandel Borowski und Hopp. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz, verletzt wurde niemand [...]

(LN-online, 06.08.2015)
...weiterlesen "Oldesloe: Großfeuer zerstört Lagerhalle auf dem Schrottplatz"

nachbarschafts- und umweltverträglich! (III)

 Beispiel Glasrecyclingwerk im Industriegebiet Holsteinstraße

„Wenn Scherben wirklich Glück bringen, hat Torsten Büge das große Los gezogen: Vor ihm türmen sich Berge aus weißen, grünen und braunen Glasscherben, Tonnen von Glück sozusagen, auf jeden Fall aber kein Abfall. Das zu betonen ist dem Diplomingenieur wichtig: "Glas ist ein Rohstoff, und ein ganz besonderer dazu. Das ist kein Müll." Für die Umwelt ist Glas tatsächlich ein Glücksgriff. Es lässt sich beliebig oft einschmelzen und wiederverwenden, ohne an Qualität einzubüßen.“ *

Quelle: https://www.stern.de/wirtschaft/muell/glasrecycling--ein-gluecksgriff-fuer-die-umwelt-7869528.html

Wiederverwertung von Glas ist eine sinnvolle Vorgehensweise. Glas in Müllbergen zu begraben wäre Verschwendung wertvoller Rohstoffe. So gesehen ist das 1994 errichtete und im Stern-Spezial (2018) beschriebene Werk eine lobenswerte Einrichtung.

...weiterlesen "Recycling? – Ja, bitte, aber…"

Der DAK-Krankheits-Report über Kinder und Jugendliche liegt jetzt auch für Schleswig-Holstein vor und wurde in den Medien präsentiert.

Auffallend als häufigste Erkrankungsarten (in %):

  • ATEMWEGSERKRANKUNGEN (50,4%)
  • PSYCHISCHE ERKRANKUNGEN (25,6%)
  • HAUTERKRANKUNGEN (22,2%)

Insgesamt gesehen sind die Kinder bei uns gesünder als im Bundesdurchschnitt. Aber hier gibt es 19% mehr psychische Erkrankungen als anderswo in Deutschland.

Und jedes vierte Kind wurde wegen einer Krankheit behandelt, die chronisch ist bzw. chronisch werden kann: Asthma, Neurodermitis, Allergien.

Deutlich wird hier auch, dass mehr Aufmerksamkeit auf die  Armutsbekämpfung gerichtet werden sollte; Karies und Adipositas sind in bildungsfernen Familien auffallend häufiger vertreten.

 (Quellen: NDR-SH-Magazin; SZ, LN)

Der neue DAK Kinder- und Jugendreport informiert:

Über ein Drittel der Kinder in Mecklenburg-Vorpommern ist chronisch körperlich krank, etwa 10% aller Kinder psychisch.

Häufigste Krankheiten: Neurodermitis, Heuschnupfen, entzündliche Darmerkrankung und Asthma.

Ausgewertet wurden Daten von 19000 Mädchen und Jungen.

Wie mag es wohl um die Gesundheit junger Menschen in Schleswig-Holstein stehen? 

MEHR DAZU IN KÜRZE!


Lübecker Nachrichten, 07.02.2019

Anwohner aus der Nähe des Asphaltmischwerks in Wahlstedt beschweren sich seit Langem über die Emissionen des Betriebs, haben sogar ein Gutachten finanziert. Bisher ohne Erfolg. Sie fühlen sich von den Behörden im Stich gelassen. Die aber sehen keine erheblichen Belastungen der Anwohner. (mehr lesen...)

Lesen Sie dazu auch: AKTIONEN - ZUSCHRIFTEN, 13.02.2019

Kieler Nachrichten, 29.10.2018

Die WHO warnt vor den Folgen der weltweiten Luftverschmutzung. Diese habe Züge einer „globalen Gesundheitskrise“. Insbesondere Kinder und die Menschen in ärmeren Ländern seien gefährdet. (Weiter lesen...)

Metallschrott

Ja, er kann!

Welche verheerenden Auswirkungen ein Vollbrand in der Wahlstedter Schrotthandelsfirma hätte, zeigt die Branddokumentation, die uns freundlicherweise Herr Koch zur Verfügung gestellt hat.

Natürlich ist die Größe des Wahlstedter Betriebes nicht mit der Firma TSR in Quenzsee / Brandenburg vergleichbar. Dennoch ist es wichtig, sich über die Brandgefahren zu informieren und Vorsorge zu treffen. Nicht jede Wehr ist für solche großflächigen Großbrände (mit verschiedensten Gefahrstoffen) in Betrieben ausgerüstet und vorbereitet.

Die Firma TSR Recycling GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen der REMONDIS-Gruppe. Am Quenzsee waren die örtlichen Feuerwehren überfordert. Beim mehrtägigen Einsatz wurden einige Feuerwehrleute verletzt.

Datei herunterladen:

UNW_Großbrand_Metallshredder-Quenzsee

Ergänzende Hinweise: (Wahlstedt, den 30.10.2018)

Uns liegt eine weitere Branddokumentation aus einer Autoaufbereitungsanlage aus Baden-Württemberg vor.

Dies ist der Brand, bei dem der dortige Bürgermeister einem Umweltbüro in Hamburg berichtet hatte, dass die Gemeinde auf den Kosten in Höhe von 2 Millionen Euro sitzen blieb, die beim Löscheinsatz von Hilfskräften, u.a. THW, Feuerwehren und Sanitätern, nicht abgedeckt waren.

Glück im Unglück: Eine Brandausbreitung auf das benachbarte Kompost- und Altholzverarbeitungswerk konnte verhindert werden.

Hauptsächlich Geschädigte waren die Landwirte der näheren Umgebung, deren angebaute Lebensmittel (u.a. Getreide, Kartoffeln) wegen der Schadstoffeinträge in den Boden nicht verkauft werden durften.

 

 

Auf der Sitzung des Hauptausschusses am 19. Juli ging es auch um das Problem der ärztlichen Versorgung der Wahlstedter.

In naher Zukunft werden weitere Arztpraxen schließen, und schon jetzt wird mancher Patient abgewiesen, der erstmals einen anderen Arzt aufsuchen muss, weil keine weiteren Patienten mehr angenommen werden.

Diese Situation wird sich weiter verschärfen. Darum ist die Lokalpolitik bemüht, durch ihre Planungen Abhilfe zu schaffen.

Ein Teilnehmer äußerte seine Kritik am Ist-Zustand sinngemäß so: Die demographische Entwicklung habe man wohl ziemlich leicht voraussehen können, um diesen Mangel zu verhindern (Die Altersstruktur unserer Bevölkerung und damit ihrer Berufstätigen sei bekannt und in jedem Einwohnermeldeamt abrufbar).

Dem kann man nur beipflichten! Die Politik in der Bundesrepublik hinkt in vielen Bereichen den gesellschaftlichen Erfordernissen hinterher, z.B. bei Steuergerechtigkeit, Renten, Bildung, Wohnraum und Mieten oder Gestaltung der Infrastruktur. Unbequeme und teure Vorsorgemaßnahmen vertagt man lieber. Gleichzeitig jedoch werden riskante Investitionen in große Zukunftsprojekte mit hohem Schuldenpotential nicht als Problem betrachtet. Befürchtungen von besorgten Wahlstedter Bürgern, das derzeitige Zinsniveau könnte schmerzlich ansteigen und zu hoher Neuverschuldung führen, wurden im Finanzausschuss als Kaffeesatz-Leserei abgetan. Lieber ein neues Industriegebiet aus dem Boden stampfen und neue Schulden machen -  zu Lasten der anstehenden nötigen Sanierungen!

Industriebrache ist oft Spekulationsobjekt der Besitzer. Oder es gilt, vor Neunutzung Altlasten zu beseitigen oder Abrisskosten zu bewältigen. Vielleicht ist auch die jeweilige Infrastruktur nicht mehr attraktiv genug? Günstige Neuansiedlung durch Wirtschaftsfördermaßnahmen ist da verlockend. So schrumpft das Grünland und damit der Lebensraum für Flora und Fauna immer weiter.

Die oben genannten Bedingungen betreffen womöglich auch Wahlstedt. Aber: Wer kann Wahlstedter oder überregionale Politiker zum Umdenken und zur Neuorientierung bewegen?

Die Diskussion um den  zunehmenden Ärztemangel erinnert mich an „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome (1972).

Schon damals ging es um die Frage, ob es noch fünf  v o r  oder  fünf  n a c h Zwölf war für die Bewältigung unserer Zukunft .

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums

A. Holm (26.07.2018)

 

Haben Sie heute schon die gesunde Landluft tief in Ihre Lunge eingeatmet? Oder die erfrischende Meeresbrise? Heute weht aber leider der Feinstaub überall, denn Luft kennt keine Grenzen, nur Windrichtungen.

Will sagen: Auf dem Land kann die Belastung durch Feinstaub ebenso gefährlich für unsere Gesundheit sein wie an einem städtischen Verkehrsknotenpunkt zur Hauptverkehrszeit. Und auf der Insel Sylt bei z.B. südlichen Winden ebenso wie dort, woher der Wind weht. Zwar ist Feinstaub unsichtbar, aber tückisch für unsere Gesundheit.

Feinstaub? Was ist das überhaupt? Die Europäische Umweltagentur hat festgestellt,  dass Feinstaubteilchen einen  Durchmesser von 0,001 Zentimetern haben, das entspricht ca. einem Zehntel Durchmesser eines Haares. Das sind die Nanopartikel, die uns umwabern, wenn der Laserdrucker arbeitet, der Kaminofen gemütlich bullert, die Ölheizung arbeitet, Industrie- und Auspuffgase uns umhüllen, wenn auf Fahrbahnen Reifenabrieb entsteht und der Landwirt Pflanzen und Tiere für unsere Ernährung produziert – also: Verursacher und Betroffene sind wir alle, mehr oder weniger.

Heute sind diese Staubteilchen so fein, dass sie durch unsere biologische Abwehr (Härchen in Nase und Luftröhre, Schleimhäute, Niesen und Husten) nicht abgewehrt werden. Sie dringen tief in unsere Lungen ein, gelangen durch unsere Lungenbläschen ins Blut, in alle Organe, ins Gehirn.

Die Folgen? Forscher stellten fest, dass weltweit 3,3 Millionen Menschen jährlich an Krankheiten sterben, die durch Schadstoffe in der Luft hervorgerufen werden. Das Mainzer Max-Planck-Institut stellt die Prognose auf, dass sich die Zahl der Todesopfer bis 2050 verdoppeln könnte.

Nach Angaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sterben jährlich weltweit mehr Menschen durch verschmutzte Luft als durch verschmutztes Wasser oder Tropenkrankheiten.

Die möglichen Folgekrankheiten sind beispielsweise: Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenkrebs, Allergien, Asthma, neurologische Erkrankungen (Parkinson, Alzheimer), Frühgeburten und Diabetes.

Wohlgemerkt:

„Nicht die Luftschadstoffe allein machen einen Menschen krank. Das individuelle Risiko hängt zuallererst von der genetischen Veranlagung und vom Lebenswandel ab. Menschen (…), deren Körper ohnehin schon strapaziert ist – etwa durch ständigen Stress, schlechte Ernährung, mangelnde Bewegung, durch Rauchen oder schlicht durch ihr hohes Alter –, können durch Feinstaub  ernsthaft in Gefahr geraten.“ (DIE ZEIT)

Nur noch 46 Prozent des Feinstaubs in Deutschland kommen heute aus dem Energiesektor (15%), der verarbeitenden Industrie (19%) und von Kraftfahrzeugen (12%). Über die Hälfte des Feinstaubs erzeugen andere Quellen:  z.B. Kaminfeuer (8%), aufgewirbelter Feinstaub aus Ackerböden, sowie Einträge von Nitrat und Ammoniak (ca. 23%)  aus Intensivtierhaltung (Gülle und Gas aus Stallungen industrieller Fleischproduktion) und obendrein Gülleimporte.

Besonders viele Todesfälle (40%) werden verursacht durch Massentierhaltung und überdosiertes Düngen; so gelangen zu viel Ammoniak, Phosphate und Nitrate in die Luft und den Boden, ebenso in pflanzliche Produkte und über Gewässer in die Meere. Hinzu kommen aus den Kläranlagen Mikroplastik und andere Schadstoffe, wie Reste von Medikamenten usw. (z.B. Hormone!). Die so angebauten bzw. gefischten Güter kommen dann schließlich auch in unseren Magen.

Obwohl in Deutschland die Grenzwerte für Feinstaub beinah überall eingehalten werden, stellen Fachleute fest, dass die feinen Staubteilchen bei uns Zehntausende Menschen töten. WARUM?

Auf das Jahr bezogen, wurde der von der EU festgesetzte gesetzliche Grenzwert für die Luftreinhaltung zwar gelegentlich überschritten, aber insgesamt eingehalten.

Legt man aber den Grenzwert zugrunde, den die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt, dann wurde nur an 10 Prozent der Messstationen in Deutschland der Grenzwert für Feinstaub eingehalten. Der WHO-Feinstaub-Grenzwert liegt unter der Hälfte des EU-Grenzwerts.

„Die WHO geht davon aus, dass bei höheren Feinstaub-Konzentrationen die menschliche Gesundheit beeinträchtigt wird.“

Studien von Umweltmedizinern beweisen, dass eingehaltene EU-Grenzwerte nicht für unsere Luftqualität sprechen, sondern gegen diese Grenzwerte.

Kurz:

„Senkt man die Grenzwerte, belastet es die Wirtschaft. Erhöht man die Grenzwerte, belastet es die Menschen.“ (DIE ZEIT)

Bei EU-Verhandlungen über Grenzwerte geht es aber „… häufig zu wie auf einem Basar.“  (DIE ZEIT)

Länder mit wenig Feinstaub (z.B. Schweden, Dänemark) stimmen für niedrige Grenzwerte, Staaten mit viel Feinstaub (z.B. Polen und Tschechien) für hohe Werte. Das Ergebnis: Ein Kompromiss, der sich nicht am medizinisch Ratsamen,  sondern eher am politisch Machbaren orientiert. Er soll gleichzeitig wirtschaftliche Interessen und die Gesundheit des Menschen berücksichtigen. Dieses Ziel ist natürlich unerreichbar.

Fragt man die Verursacher von Feinstaub nach ihrem Verantwortungsgefühl, hört man dies:

  • Automobilindustrie: Für Dieselfahrzeuge wurden Partikelfilter eingeführt.  Für Feinstaubemissionen sorgen viele andere Emittenten.
  • Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft: Emissionen von Kraftwerken sind gesunken. Im Übrigen verursacht ebenfalls der Gütertransport eine Menge Feinstaub.
  • Ofenbauer: Die Schornsteinfeger sind verantwortlich, Schadstoffe aus Holzöfen zu kontrollieren.
  • Schornsteinfeger: Viel mehr Feinstaub als durch Holzöfen entsteht durch den Straßenverkehr.
  • Bauern: In den Ställen gibt es Filter gegen Ammoniak, und man hält alle gesetzlichen Vorschriften ein.

Fazit für resignierende Bürger: Widersprüchliche Positionen innerhalb der EU und konkurrierende Partikularinteressen der verschiedenen Lobbyisten-Gruppen verhindern gesundheitlich akzeptable Lösungen.

 

Albert Holm, aktualisiert 18.07.2018

(Dieser Artikel kann fortgesetzt werden.)


Quellen:

A) www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Feinstaub-die-unsichbare-Gefahr;

B) www.zeit.de/2017/18/feinstaub-grenzwerte-belastung-medizin;

C) www.umweltbundesamt.de/daten/feinstaub-belastung


Interessante Informationen über Schadstoffe, ihre Klassifikation und Wirkungen etc.: https://de.wikipedia.org/wiki/Schadstoffe


INITIATIVE WAHLSTEDT                                              Wahlstedt, den 13.07.2018

Liebe Mitbürger,

wie wir aus der Presse erfahren haben, plant die Stadt Wahlstedt, am Eingang der Holsteinstraße ein Brechwerk anzusiedeln.

Brechwerke zählen zu den Industriebetrieben, die ein Maximum an Immissionen in Form von Staub und Lärm ausstoßen. Darüber hinaus soll das Werk nachts nicht beschränkt werden!

Sie zählen zu den direkt Betroffenen!

Helfen Sie mit, dieses Vorhaben zu verhindern.

Wir haben ein Formschreiben vorbereitet, mit dem Sie beim Landesamt Einspruch gegen diese Ansiedlung erheben können.

Erläuterung für den Benutzer

Ermitteln Sie die Entfernung vom Brechwerk zu Ihrem Wohnsitz mit Hilfe des Geoportals Kreis Segeberg oder wie folgt:

  • Nehmen Sie einen Stadtplan oder eine Landkarte, auf der Sie Ihren Wohnsitz und das Grundstück des geplanten Brechwerks (am Anfang der Holsteinstraße) erkennen können.
  • Stellen Sie den Maßstab der Karte fest (in der Legende unten auf der Karte).
  • Messen Sie die Entfernung zwischen den zwei Objekten (Luftlinie!) mit Hilfe des Maßstabes und eines Lineals oder eines Zirkels ab.
  • Tragen Sie die Entfernung in die unterstrichene Leerstelle Ihres Briefes ein und versenden ihn möglichst bald.
  • Absender nicht vergessen!

Mit freundlichen Grüßen im Namen der INITIATIVE WAHLSTEDT

Eva u. Albert Holm


An das

Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

Abteilung Technischer Umweltschutz

Dezernat 73

Hamburger Chaussee 25

24220 Flintbek

 

Betrifft: Geplante Ansiedlung eines Brechwerks in 23812 Wahlstedt

 

Sehr geehrte/r Sachbearbeiter/in,

die Stadt Wahlstedt plant die Ansiedlung eines Brechwerks im Industriegebiet Holsteinstraße.

Eine Genehmigung dieser Anlage nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz liegt nach Auskunft des Bauamtes der Stadt Wahlstedt noch nicht vor.

Gegen die Ansiedlung und den Betrieb eines Brechwerks an dieser Stelle erhebe ich Widerspruch.

Begründung: Das Industriegebiet Holsteinstraße liegt im Nordosten Wahlstedts, an Wohngebiete angrenzend.

Die Entfernung dieses betreffenden Industriegrundstückes zu meiner Grundstücksgrenze beträgt lediglich   _____   Meter (Luftlinie).

Bei einem Brechwerk handelt es sich um eine extrem störende Betriebsanlage, die als erheblich belästigend eingestuft wird, da die Arbeitsvorgänge von erheblichem Störpotenzial, der Anlagenbetrieb durch das Auftreten impulshaltiger Geräusche sowie Staubimmissionen gekennzeichnet wird.

Die verarbeiteten Materialien können möglicherweise schadstoffbelastet sein. Hinzu kommt die zu erwartende Zunahme des LKW-Verkehrs. Deshalb sollen solche Anlagen von Wohngebieten ferngehalten werden.

Ein Lärmschutzgutachten für einen derartigen Betrieb an dieser Stelle wurde meines Wissens noch nicht veröffentlicht. Lediglich indirekt wurde in einem Lärmgutachten zum B-Plan Nr. 32 der Stadt Wahlstedt darauf hingewiesen, dass von diesem Grundstück Tag und Nacht ein Lärm von 65 dB(A) bzw. 55 dB(A) ausgehen darf („…soll Nachts nicht beschränkt werden…“).

Bezogen auf den Quadratmeter liegt die Geräuschbelastung sogar bei 104,4 dB(A) und höher (bei Vergrößerung des Grundstücks).

Angesichts der Tag und Nacht zu erwartenden Immissionen sehe ich für mich eine erhebliche und unzumutbare Beeinträchtigung meiner Gesundheit und meines Wohlbefindens, außerdem wird es zu starken Nutzungs-beeinträchtigungen meines Grundstücks kommen.

Bereits jetzt gehen von anderen Betrieben dieses Industriegebiets erhebliche nächtliche Störungen aus. Hinzu kommt der Verkehrslärm, der ununterbrochen von der B 205 und der A 21 herüberschallt und zeitweilig kaum zu ertragen ist.

Eine Ansiedlung eines solch immissionsintensiven Betriebes in unmittelbarer nachbarschaftlicher Nähe zu Wohngebieten verletzt meines Erachtens das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme gemäß § 5 des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Diese Industrieansiedlung verletzt die Fürsorgepflicht der Stadt gegenüber ihren alteingesessenen Bewohnern.

Versagen Sie die Genehmigung einer derartigen Anlage an diesem Ort.

Sobald Ihnen ein Genehmigungsantrag vorliegt, wäre ich Ihnen für eine nachbarliche Beteiligung dankbar.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

(Name, Adresse, Datum)