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Wie wirkt sich Verkehrslärm auf die Lebensqualität, die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern aus? Diese drei Hauptfragen standen im Zentrum der NORAH-Studie.

...weiterlesen "Die NORAH-Studie im Überblick"

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein Recycling-Unternehmer für Schrotthandel (Holsteinstraße) plant die Erweiterung des Betriebsgeländes. Künftig sollen jährlich über 34.000 Tonnen Abfälle umgeschlagen und Fahrzeuge und Fahrzeugteile (Elektrokabel und Katalysatoren) zerlegt werden.

Dadurch wird während der Betriebszeiten (von Montag bis Samstag von 6.00 bis 20.00 Uhr) der An- und Abtransport durch LKW zum/vom Betrieb, aber auch der Maschinenverkehr auf dem Gelände selbst, deutlich zunehmen.

Unter freiem Himmel will der Unternehmer Fahrgestelle und Schrott in kleinere Einheiten zerlegen. Elektrokabel will man schreddern. In einer eingehausten Anlage sollen Katalysatoren zerlegt werden (Dabei werden krebserregende Faserstoffe freigesetzt, die man durch spezielle Anlagen absaugen und filtern muss!).

Bei allen diesen Arbeitsgängen entstehen extrem hohe Lärmimmissionen durch Produktionsabläufe, störende Lichtimmissionen bei Dunkelheit sowie gesundheitsabträgliche Metallstäube und gefährliche Feinstäube (z.B. Dioxine, Furane, PAK usw.), z.B. aus PCB-lackierten Metallteilen.

Die Planungsunterlagen liegen bis zum 10.10.2018 im Rathaus oder  im LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein) zur Einsicht aus.

Die INITIATIVE WAHLSTEDT hat hierzu Expertenrat eingeholt. Sie wird eine Stellungnahme und Einwände zu den Planungen (Einspruchsfrist bis einschließlich 24.10.2018) beim LLUR (Abt. technischer Umweltschutz, Hamburger Chaussee 25, 24220 Flintbek) einreichen.

Schließen Sie sich mit Ihrer Unterschrift dieser/diesen  Stellungnahme/Einwänden an oder bringen Sie eine eigene Stellungnahme/eigene Einwände ein, um ein Maximum an Umweltschutz zu erreichen.

Unsere Stellungnahme/Einwände finden Sie auf unserer Internetseite

http://initiative-wahlstedt.de/musterbrief-zur-betriebserweiterung-des-schrotthandels-holsteinstrasse/

zum Download.

So können wir möglicherweise eine Nachbesserung der bisherigen Planung erwirken.

Helfen Sie mit, die Lebensqualität in Wahlstedt zu erhalten!

Mit freundlichen Grüßen von Ihrer INITIATIVE WAHLSTEDT.DE

Wahlstedt, den 8.10.2018

Alle Himmelskörper des Universums umrunden uns!

Schon öfter „irrten“ Experten, mussten ihren Erkenntnissen abschwören, für ihre Beharrlichkeit büßen oder waren teilweise ätzender Kritik ausgesetzt (z.B. Galileo Galilei, Charles Darwin).

  • Ähnliches erfahren gelegentlich Bürger, die sich um Gesundheit, Umwelt und Lebensqualität sorgen.
  • Aber auch Umweltexperten des TÜV.

Dennoch - manchmal obsiegen Logik und gesunder Menschenverstand:

  • Wenn Autos im Alter von 10 oder mehr Jahren technische Probleme zeigen, denken wir an einen Wechsel zu modernerer Technik.
  • Wenn eine notwendige Operation ansteht, bevorzugen wir eine zeitgemäße, fachlich anerkannte Behandlungsmethode.
  • Wenn vor 12 (!) Jahren Fachleute festgestellt haben, dass eine veraltete Methode zur schalltechnischen Untersuchung ungeeignet ist, zuverlässige Ergebnisse zu erzielen, ist dies für Laien glasklar.
  • Wenn eine Sachverständige in einer Einwohnerversammlung behauptet, die Wahl der Methode stehe ihr frei, können wir ohne Zögern zustimmen.
  • Wenn nun aber diese veraltete Untersuchungsmethode zu (günstigeren) umweltverträglichen Ergebnissen kommt, müssen wir annehmen, dass bei einer der beiden Verfahrensweisen ein Fehler vorliegt. Insbesondere dann, wenn einige Aspekte des Prüfungsgegenstandes beim veralteten Verfahren schlicht ausgeklammert wurden*. Der Verdacht der Parteilichkeit drängt sich auf. Wie sonst lassen sich die unterschiedlichen Resultate erklären?
  • Wenn Bürger das „Flüstern“ (=Theorie) vor dem Fenster aus leidvoller Erfahrung als belästigenden, teils unerträglichen und regelmäßig wiederkehrenden Krach (= aktuelle Praxis) empfinden, fühlen sie sich ignoriert. Denn: Leider gibt es diesen Krach schon lange - an mehreren Stellen, die gar nicht Gegenstand der oben angegebenen Untersuchungen waren.

WELCHE FOLGERUNGEN KÖNNTEN ENTSCHEIDUNGSTRÄGER AUS DIESEN   AUSSAGEN ABLEITEN? 

 

 

"Stellungnahme zur Schalltechnischen Untersuchung zum Bebauungsplan Nr. 32 der Stadt Wahlstedt, Projektnummer: 16249 vom 11. Januar 2018 der LAIRM CONSULT GmbH" vom 01.08.2018/118SST065"

(Ein Klick auf das Bild öffnet das Dokument)

Plausibilitätsprüfung

 

Brief Nr. 4 – August 2018

Liebe Mitbürger,

wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wo Industrie angesiedelt wird, muss man sich mit großflächiger Vernichtung von Lebensraum für Flora und Fauna (also auch für uns) abfinden.

Noch mehr Späne fallen dann in der Folgezeit: Immissionen -  auch nachts - durch ständigen Lärm (Produktion, Filteranlagen, Ladeverkehr, Infrastruktur…), nächtliches Licht, (Fein-)Staub und gesundheitsschädliche Abgase sowie Geruchsbelästigungen.

Ach was, wir haben doch strenge rechtliche Auflagen (wie Bundesimmissionsschutzgesetz und dessen Verordnungen) zum Schutz der Menschen und der Umwelt vor schlimmen Folgen. Also alles eine Frage der zulässigen Grenzwerte und verlässlichen Kontrollen!

Auflagen bei der Planung gibt es doch schon im Vorfeld durch aufwendige und teure Umweltgutachten.

Anmerkung: Nach landläufigem Verständnis ist ein ‚Gutachten‘ die Aussage eines Sachverständigen“. „Der Begriff ‚Gutachten‘ ist weder eine geschützte Bezeichnung, noch hat er eine besonders herausgehobene prozessrechtliche Bedeutung“. (Wikipedia)

Die INITIATIVE WAHLSTEDT hat bei einem unabhängigen Institut eine Plausibilitätsprüfung* in Auftrag  gegeben. Im folgenden Text  finden Sie einige Ergebnisse.

Bei interessegeleiteten  Planungen ist die Versuchung groß, zur Kostenersparnis Prüfungsverfahren zu verkürzen. Oder bei Wahl der Methoden Wege zu finden, durch die unerwünschte Befunde scheinbar harmloser aussehen und passend gerechnet werden.

Auf dünnem Eis: Teile des Bebauungsplans für das Gebiet am Bahnhof

Beim „Lärmgutachten“ der Stadt Wahlstedt (vom 11.01.18)  gingen „Gutachter“ vor wie folgt:

Sie („Gutachter“) umgehen die seit 2006 übliche aktuelle Vorgehensweise bei Lärmberechnungen (DIN 45691) und wenden ein älteres Verfahren an,  das sich in der Vergangenheit als unzulänglich erwies.

  1. Dadurch berechnen sie zusätzlich die Bodendämpfung ein, die höhere Geräuschemissionen erlaubt.
  2. Dabei wählen sie eine für viele Schallquellen unrealistisch niedrige Quellhöhe (einen Meter über dem Boden) und errechnen so eine besonders hohe Bodendämpfung.
  3. Sie ignorieren ein schon bestehendes Lärmkontingent (plangegebene Vorbelastung), das ohne Beschränkung genutzt werden darf und unterstellen gleichzeitig eine um 50% niedrigere nächtliche betriebliche Auslastung.
  4. Sie geben rechnerisch Emissionskontingente (S.11, Tabelle 6 des „Gutachtens“) vor, die mit der Ausweisung als Industriegebiet „nicht gebietsverträglich“ sind, denn Betriebe müssen sich durch Festlegung eines Industriegebiets im städtischen Bauleitplan sowieso n u r  an übliche empfohlene Schallleistungspegel halten.
  5. Sie unterlassen es, Emissionskontingente für bereits vorhandene Betriebe zu prüfen und verschweigen so mögliche Überschreitungen von Schallleistungspegeln.
  6. Sie verzichten auf Ermittlung von Verkehrslärmimmissionen durch die geplanten Straßen innerhalb des B-Plans 32, die sich an bestimmten Stellen (IO 01- 03) ergeben.

 Hinzu kommt: Das „Gutachten“ verzichtet bei seinen Aussagen auch darauf,  Zeiten besonderer Lärmempfindlichkeit (6.00 - 7.00 Uhr, 20.00 – 22.00 Uhr) zu berücksichtigen.

Die Kontrollen der anzusiedelnden Betriebe sollen ebenfalls mit dem nicht mehr gültigen Verfahren erfolgen!

Sie weisen ferner nicht darauf hin, dass –abhängig von der Größe der Industriefläche – von jedem Quadratmeter dieses Industriegebietes Geräuschimmissionen von mehr als 100 dB(A) ausgehen dürfen!

Wir müssen davon ausgehen, dass die Geschicke der Stadt Wahlstedt in den Händen gut informierter Lokalpolitiker und qualifizierter Verwaltungskräfte liegen. Dann aber fragen wir uns:

HABEN UNSERE LOKALPOLITIKER UND IHRE VERWALTUNG DIESES VORGEHEN DER LÄRMGUTACHTER DURCHSCHAUT UND GEBILLIGT,  INDEM SIE TROTZ DIESER MÄNGEL DER  AUFSTELLUNG DER BEBAUUNGSPLÄNE ZUGESTIMMT HABEN?

Otto Normalverbraucher könnte denken, dass durch die Umwelt“gutachten“ der Stadt Wahlstedt zum Bebauungsplan keine Umweltgefahren (z.B. kein weiterer Lärm) drohen.

Die Gutachter der INITIATIVE WAHLSTEDT aber sagen: „Es ist daher eine neue Kontingentierung streng nach DIN 45691 durchzuführen.“

Ähnliche Befürchtungen hatten wir schon vor Monaten, als wir beschwichtigt wurden mit Äußerungen wie „Wir haben doch extra ein Lärmgutachten erstellen lassen“, „Das ist alles noch in der Planung“ und „Bisher ist nichts entschieden.“ Aber schon damals kannten die Planer die „Gutachten“ und wollten sich nicht auf eine Negativliste festlegen.  Hierzu sagt das Stichwort Wirtschaft auf der Internet-Seite der Stadt Wahlstedt:

„Vorteilhaft für die Ansiedlung von Betrieben sind nicht nur baurechtlich günstige Voraussetzungen(…)…plant die Stadt eine Erweiterung des vorhandenen Industriegebiets KIELER STRASSE sowie neue Gewerbeflächen im Süden der Stadt.“

Mit freundlichen Grüßen, Eva und Albert Holm , 18.08.18


 *Quelle:Stellungnahme zur schalltechnischen Untersuchung zum Bebauungsplan Nr. 32 der Stadt Wahlstedt: Projektnummer 16294 vom 11. Januar 2018 (der LAIRM CONSULT GmbH)

Liebe Mitstreiter,

die von uns in Auftrag gegebene Stellungnahme zum Lärmgutachten für das geplante neue Industriegebiet am Bahnhof

("Schalltechnische Untersuchung zum Bebauungsplan Nr. 32 der Stadt Wahlstedt, Projektnummer 16294" vom 11.01.2018 der LAIRM CONSULT GmbH)

liegt vor und kann eingesehen werden.

Sie wird unseren nächsten Stammtisch (23.08.2018) bereichern, denn sie untermauert unsere Kritik.

A. Holm

ACHTUNG! Liebe Mitbürger, seit dem 22.06.2018 ist ein Formschreiben gegen die Errichtung eines neuen Brechwerkes in der Holsteinstraße bei uns erhältlich!

Mit Hilfe von Google Maps und eines Stechzirkels können Sie die Entfernung Ihres Hauses zum geplanten Brechwerk ausmessen und jeweils ein Schreiben an die Stadt Wahlstedt und das LLUR schicken!