Durch Saatgut-Reinigung, intensivierte Anbaumethoden und Einsatz von Herbiziden sind in den letzten hundert Jahren Wildblumen von den Äckern fast vollständig verschwunden, so auch die Saat-Wucherblume (Glebionis segetum).
Damit sind lebenswichtige Nahrungspflanzen für viele Arten von Schwebfliegen und Wildbienen verloren gegangen.
Insekten sind nicht nur als Bestäuber für Blütenpflanzen wichtig, sondern auch gleichzeitig Nahrung für Artgenossen und andere Tiere wie z.B. Vögel, Igel und Fledermäuse.
Da die Wucherblume als gefürchtetes Unkraut und „Böse Blom“ betrachtet wurde, ist sie – wie andere Wildkräuter – fast ausgerottet. Sie ist aber deshalb bedeutsam, weil sie spät blüht, wenn andere Kulturarten längst keinen Pollen und Nektar mehr bieten. In Schleswig-Holstein gilt sie als stark gefährdete Rarität. Als anspruchslose, attraktive Blume könnte man ihr einen sonnigen Platz im Garten gewähren. Sie hat große, leuchtend gelbe Blüten und kann 40 bis 60 Zentimeter hoch werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Saat-Wucherblume
Das Landesamt für Umwelt in Schleswig-Holstein und die Stiftung Naturschutz haben eine Fördermaßnahme für die Wucherblume ins Leben gerufen, die helfen soll.
Ansprechpartner:
- LFU, Hamburger Chaussee 25, 24220 Flintbek; www.schleswig-holstein.de/lfu
- https://bit.ly/Saatgrußkarten
- Dr. Silke Lütt, ebd., silke.luett@lfu.landsh.de


















